Chronik der Ereignisse

14.06.1985

Übereinkommen der Benelux-Staaten, der BRD und Frankreichs zum schrittweisen Abbau der Grenzkontrollen (Schengener Übereinkommen).

 

19.06.1990

SchengenerDurchführungsübereinkommen. Artikel 44 (2) fordert von den Mitgliedsstaaten die Einführung genormter, kompatiblerKommunikationssysteme und den Erwerb entsprechender Kommunikationsgeräte.

 

01.09.1993

Inkrafttreten des Schengener Durchführungsübereinkommens

 

26.03.1995

Das Ziel Schengens - Reisefreiheit durch den Abbau der Binnengrenzkontrollen und durch Reiseerleichterungen für Drittstaatsangehörige, die der Visumpflicht unterliegen - ist von Belgien, Deutschland, Frankreich, Luxemburg, Niederlande, Portugal und Spanien erstmalig erreicht worden. Es folgen Italien (1997), Österreich (1997), Griechenland (2000), Dänemark, Finnland, Island, Norwegen, Schweden (alle 2001). Alle Staaten verpflichten sich, ergänzende Maßnahmen zum Schutz der inneren Sicherheit sowie zur Verhinderung der unerlaubten Einreise vonDrittstaatsangehörigen zu ergreifen. Das betrifft u. a. die Zusammenarbeit von Polizei und Zoll in den Grenzgebieten sowie die Einrichtung eines gemeinsamen Informationssystems. Die Kommunikation soll auf einheitlichen Frequenzen grenzüberschreitend ermöglichtwerden.

 

24.11 2000

Die Ständige Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder (IMK)beschließt die Einführung eines bundeseinheitlichen digitalen Sprech-und Datenfunksystems sowie die Bildung eines Aufbaustabes Digitalfunk BOS.

 

10.02.2001

Die Schengen Unterarbeitsgruppe "Telekommunikation" legt "Anforderungen an die Endgeräte und deren Bedienoberfläche in den zukünftigen digitalen Bündelfunksystemen der Schengener Staaten" vor. Sie betreffenHandfunkgeräte, Datenfunkgeräte, Mobile und Stationärfunkgeräte sowie Pager, die u. a. folgende Anforderungen erfüllen sollen: klein, lange Akkudauer (mind. 200 Stunden), hohe Empfangsempfindlichkeit,alphanumerische Anzeige, Speicherung von mindestens 10 Nachrichten.

 

01.06.2001

EineZentralstelle für die Vorbereitung der Einführung eines bundesweit einheitlichen digitalen Sprech- und Datenfunksystems (ZED) wird beim Bundesministerium des Innern eingerichtet.

 

02.07.2001

Im Großraum Aachen startet in einem Versorgungsbereich von 715 km² ein Pilotsystem nach dem Standard TETRA 25. Das zweite Betriebsjahr ist der gemeinsamen TETRA-Erprobung mit Belgien und den Niederlanden gewidmet (Dreiländerprojekt).

 

01.03.2002

Interessenbekundungsverfahren (§ 7 Bundeshaushaltsordnung - BHO) zur Feststellung geeigneter Anbieter, Umsetzbarkeit von Betreibermodellen, zur Ermittlung konkreterer Angaben über Kosten und Finanzierung des Netzaufbaus und -betriebs. e*Message beteiligt sich mit einer flächendeckenden Alarmierungslösung, die den BOS-Digitalfunk für Sprache und Daten ergänzt.

 

05.06.2002

Die IMK in Bremerhaven nimmt den auswertenden Bericht der ZED zum Interessenbekundungsverfahren zur Kenntnis.

 

05.12.2002

Herbst-IMK in Bremen. Die zur ZED gehörende Gruppe "Anforderungen an das Netz" (GAN) legt eine Beschreibung der "grundlegenden Leistungsmerkmale" (Mindeststandards) des geplanten BOS-Digitalfunknetzes vor. Sie soll die Grundlage für ein das zu errichtende BOS-Digitalfunknetz für Sprache und Daten bilden. Die stille Alarmierung für die rund 1,4Millionen Mitglieder von Freiwilligen Feuerwehren, Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen ist darin nicht vorgesehen.

 

18.12.2003

Die Konferenz der Ministerpräsidenten der Länder verlegt den Zeitrahmen für das zu errichtende BOS-Digitalfunknetz von 2006 auf "Ende 2010". Sie beschließt eine Dachvereinbarung, die von den Innenministern von Bund und Ländern in den folgenden Monaten unterzeichnet wird. Sinn der Dachvereinbarung ist es, dass sich Bund und Länder an einemeinheitlichen Projekt beteiligen und nicht unterschiedliche und damit möglicherweise nicht kompatible Systeme in Auftrag geben.

 

2004

Eine Arbeitsgruppe "netzwerk BOS" bereitet die ursprünglich für Dezember 2003 geplante Ausschreibung vor. Sie basiert laut Beschaffungsamt des BMI auf dem GAN-Katalog, der für die so genannte stille Alarmierung vor allem die Verknüpfung mit ergänzenden Netzen vorsieht.

 

Mai 2005

Der Bund will in Zusammenarbeit mit der DB-AG ein so genanntes Rumpfnetz für Sprache und Daten errichten. Es soll auf dem GAN-Katalog basieren, rund 50 Prozent der geforderten Fläche Deutschlands abdecken und von den Ländern zu einem bundesweit inheitlichen Netz erweitert werden. Am 31. März wird ein Teilnahmewettbewerb für die Beschaffung der für den Aufbau desBOS-Digitalfunks erforderlichen Systemtechnik gestartet. Ihm soll die Ausschreibung folgen.

 

26.08.2006

Vergabe des Auftrages für die Lieferung der Systemtechnik an EADS Telecom(auf Basis der TETRA-Standards).

 

01.09.2006

„Gesetz zur Errichtung einer Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“ tritt in Kraft. Der Bund wurde gebeten dafür Sorge zu tragen, das die Bundesanstalt für den Digitalfunk bis spätestens 1. März 2007 ihre Arbeit aufnehmen kann.

 

15.12..2006

(Vorläufiger?) Abbruch der Gespräche mit DB Telematik, die in mehreren Angeboten 5,4 bis 6,7 Milliarden Euro für den Aufbau und den 15 Jahre währenden Betrieb des Sprech- und Datenfunknetzes gefordert hatte.

 

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