Warnung im Zivilschutz-Fall durch BBK auch mit e*Warn

Warnung im Zivilschutz-Fall durch BBK auch mit e*Warn

Unter Zivilschutz im Verteidigungsfall versteht man alle nicht-militärischen Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung und von Betrieben sowie Einrichtungen für die Sicherung des öffentliche Lebens. Die Organisation von Maßnahmen zur Vorbeugung und Abwendung von Gefahren von der Bevölkerung fällt in Deutschland in den Zuständigkeitsbereich des Bundes und wird vom BMI bzw. BBK entwickelt. wahrgenommen. Weltweit werden diese Aufgaben als humanitär eingeordnet und genießen völkerrechtlich besonderen Schutz.

In die Kategorie von Zivilschutzfällen muss auch der Schutz der Bevölkerung vor den Auswirkungen das sich leider ausweitenden internationalen Terrorismus eingeordnet werden.

Gemäß dem Zivilschutz- und Katastrophenhilfegesetz (ZSKG) von 1997 gehört zum Zivilschutz unter anderen auch die Aufgabe Warnung der Bevölkerung.

Der Katastrophenschutz dagegen wird von den Ländern selbständig koordiniert und kann von Bundesland zu Bundesland anders organisiert sein.

In Wahrnehmung seiner Verantwortung für die Warnung der Bevölkerung im Zivilschutz-Fall hat das BBK das Warnsystem nach dem großflächigen Abbau des Sirenen-Systems nach Ende des Kalten Krieges Anfang der 90-er Jahre seit dem Jahre 2000 neu konzipiert und baut es seitdem schrittweise auf und aus. So wurde 2001 das „Satellitengestützte Warnsystem“ (SatWaS ) in Betrieb genommen, was insbesondere die äußerst schnelle Weiterleitung von Bevölkerungs-Warn-Informationen an die Radio- und TV-Stationen zu deren unmittelbaren Veröffentlichung gewährleistet.

Im Rahmen des SatWaS-Ausbaues wurde 2004 als nach wie vor einziger Mobilfunkanbieter e*Message mit seinem deutschlandweiten Funkrufdienst angeschlossen. So können die e*Message-Kunden die SatWaS-Warnungen auch auf ihren individuellen Funkrufempfängern (Pagern) entgegen nehmen.

Beim gegenwärtig betriebenen SatWaS ist jedoch die Realisierung eines breit wirksamen „Weckeffektes“, wie auch das BBK selbst einräumt, außer mit den e*Message-Funkrufempfängern noch offen. Die diesbezüglich seitens des BBK laufenden Arbeiten sind jedoch nicht unbedingt zielführend (vgl.: DCOW-WP )

Mit e*Warn entwickelt e*Message genau den erforderlichen Warnungs-Verteildienst, der einen Weckeffekt für eine breite Bevölkerung bei gleichzeitig Hausnummern-genauer Adressierbarkeit gewährleistet. Die Infrastruktur-Plattform dafür ist das deutschlandweite e*Message-Funkrufnetz (e*WIP), die oft als veraltete Technologie-Basis (altes Paging!) abgetan wird. Aber mit immer wieder neuen Anwendungs- und Betriebs-Innovationen lassen sich sehr sichere und zuverlässige herkömmliche und neue Lösungen realisieren. Die nach wie vor sichere Paging-Betriebsfunktion hat sich gerade bei den Zivilschutz-relevanten Ereignissen in Madrid 2004 und London 2005 erneut bestätigt

Die Terroranschläge zeigten, dass insbesondere herkömmliche Mobilfunknetze anfällig sind und flächendeckend ausfallen können. Martin Flaherty (Director Operations at the London Ambulance Services) betonte in einer öffentlichen Anhörung zu den Attentaten: "Wir haben akzeptiert, dass wir zu abhängig von Mobiltelefonen als Kommunikationswerkzeug geworden sind und es ist jetzt klar, dass wir uns im Ernstfall nicht darauf verlassen können." Konsequenz: London Ambulance Services nutzt nun wieder Pager als Alarmierungs- und Back-Up-System für seine Kräfte.

Darum bleibt neben dem neuen Leistungsfokus Bevölkerungswarnung mit e*Warn die zuverlässige Alarmierung von Feuerwehren, Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen mit seinem Produkt e*BOS auch ein Hauptanliegen von e*Message.

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