Warnung der Bevölkerung seit dem Sirenenabbau

Warnung der Bevölkerung seit dem Sirenenabbau

Nach dem Ende des Kalten Krieges schaffte die Bundesrepublik Deutschland 1993/94 das einheitliche Sirenenalarmierungssystem ab. Heute existieren nur noch rund 20 Prozent der Sirenen. Das stellt die Kommunen, Landkreise und Bundesländer vor Probleme, denn inzwischen machen ihnen neue Bedrohungslagen zu schaffen. Deutschland ist im Visier des internationalen Terrorismus, Unwetter erreichen immer öfter katastrophale Dimensionen und auch Großschadensereignisse bedürfen der Alarmierung bzw. Warnung der Bevölkerung. 

Satellitengestütztes Warnsystem (SatWaS) des Bundes

Aus diesem Grunde wurde von der Bundesregierung ein Konzept für die Warnung der Bevölkerung entwickelt. Es basiert auf verschiedenen, sich ergänzenden Technologien. Innerhalb dieses Warnsystems bildet die Übermittlung der Warninformationen an den Rundfunk mittels eines satellitengestützten Warnsystems (SatWaS) einen besonderen Schwerpunkt. Das System ist seit Mitte Oktober 2001 in Betrieb. Seit Dezember 2002 sind auch die Lagezentren der Innenministerien der Länder mit Übertragungssystemen ausgestattet. Dies versetzt sie in die Lage, bei regionalen Gefahrenlagen schnell amtliche Gefahrendurchsagen an den Rundfunk weitergeben zu können.

Die Innenministerkonferenz von Bund und Ländern (IMK) beschäftigt sich seit 2001 regelmäßig mit dem Problemkreis Warnung der Bevölkerung. Untersuchungen zu den unterschiedlichen Technologien haben jedoch gezeigt, dass insbesondere die so genannte „Weckfunktion“ beim SatWaS nicht gegeben ist. Das gilt auch für solche Technologien wie Festnetz-Telefonie, Mobilfunk, inklusive SMS, sowie Cell Broadcast System (CBS), Radio Data System (RDS) und Internet. Deren Realisierung wäre nur mit unvertretbar hohem Aufwand technisch machbar. Auch ein Feldversuch mit Funkalarmuhren, Zeitzeichen-versorgt vom Langwellensender DCF 77 in Mainflingen, hat nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht, um damit alle offenen Fragen zur Warnung der Bevölkerung zu lösen.

ETSI-Emergency Communications-Empfehlung für Paging (Data Broadcast)

Obwohl bereits seit 2004 an SatWaS angeschlossen, sind die Möglichkeiten des landesweit pagingbasierten Dienstes weder genügend propagiert noch genügend genutzt und dies obwohl diese Dienste von der ETSI und weiteren Experten für die Warnung der Bevölkerung seit Jahren als besonders geeignet empfohlen sind. Die Paging-Dienste basieren auf dem weltweit verbreiteten Standard der Post Office Standardization Advisory Group (POCSAG).

Neuer Ansatz mit e*Warn und nP2M

Wenn bisher bei der Erwähnung von Paging als Technologie zum Warnen der Bevölkerung immer nur an die kleinen Piepser von vor 25 Jahren gedacht wurde, so sind das mit e*Warn ganz neue Endgeräte, die werden i.d.R. mit weiteren nützlichen Anwendungen, die die Warnung in der für den Anwender gewünschten Form, ein mehrfaches Audio-Signal (Weck-Effekt) mit anschließender Durchsage oder Anzeige der Warnmeldung mit Verhaltensempfehlungen, wiedergeben, angeboten werden.

Die e*Warn-Endgeräte nutzen die neue  Übertragungstechnologie Narrowband Point to Multipoint (nP2M), die  eine wesentliche Weiterentwicklung des Paging ist. Das nP2M ist die schmalbandige Übertragung der gewünschten (beliebigen) Informationen von einem Sender (Point) gleichzeitig zu vielen Empfängern (Multipoint). Dabei sind sowohl die Schmalbandigkeit (Nutzung geringer Radio-Frequenz-Ressourcen) als auch die Gleichzeitigkeit (geringste Zeit der Zustellung zeitkritischer Informationen) des Informationsempfanges durch eine große Empfängerzahl (von einigen Wenigen bis zu Mio.) von ausschlaggebender Bedeutung. Damit ist nP2M eine wesentliche Erweiterung des Paging und nicht mehr nur das „Anklingeln“ eines gewünschten Partners.

BKK

Als einziges Telekommunikations-Unternehmen ist e*Message seit 2004 an SatWaS angeschlossen.

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