Pilottests zur Erprobung von Infrastruktur und Endgeräten

Pilottests zur Erprobung von Infrastruktur und Endgeräten

Zur frühzeitigen Erprobung der e*Warn-Infrastruktur und der e*Warn-Endgeräte beteiligt sich e*Message an Frühwarn-System-Feldtests. Beispiel:

SAFE - Sensor-Aktor-gestütztes Frühwarnsystem bei Extremwetter

Unwetter lassen sich nicht aufhalten, aber in vielen Fällen könnten Schäden vermieden oder zumindest eingedämmt werden, wenn die betroffenen Einwohner und Behörden rechtzeitig und gezielt vorgewarnt würden und angemessene Schutzmaßnahmen einleiten könnten. Viel zu häufig aber gehen Naturkatastrophen mit Informationskatastrophen einher. Prognosen sind ungenau oder werden zu spät erstellt und die Infrastrukturen, über die Unwetterwarnungen vermittelt werden, sind zu schwach ausgebaut. Die Folge: lange Reaktionszeiten und zu spät ergriffene Maßnahmen.

Neue Techniken für die Unwetterwarnung

Unter der Leitung des Fraunhofer ISST werden mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Forschungsprojekt SAFE neue Techniken für den Klimafolgenschutz entwickelt. Ziel ist es, ein dichtes Netz von Wettersensoren aufzubauen, die Prognose-Methoden radikal zu verbessern, Vernetzungen zu Warnzentralen, z.B. der Unwetterzentrale Deutschland, herzustellen und automatisierte Verfahren für die Einleitung von Gefahrenabwehrprozessen zu entwickeln. Grundlage von SAFE ist die Erkenntnis, dass Vorhersagen allein noch keinen Schutz ermöglichen. Herzstück des SAFE-Systems ist deshalb eine informationslogistische Plattform, die die Sensordaten nicht nur verarbeitet, sondern auf Grundlage der Prognosen auch angemessene Gefahrenabwehrprozesse einleitet. So wurden z.B. am bayerischen Pilotstandort Mering ausgewählten Pilotnutzergruppen zusätzliche Technologien zur Verfügung gestellt – zum Beispiel automatische Gebäudeschutzmechanismen bei Unwettergefahr, individuelle Warnmeldungen auf dem privaten Fernseher, situationsbasierte Warnungen auf dem Handy und spezielle Warnmeldungen mittels der e*Message-Unwettersirene in Schulen und Kindergärten.

Am 29. Oktober 2008 hat der Prototyp des Frühwarnsystems den Pilotbetrieb im süddeutschen Ort Mering aufgenommen. Er liefert genaue Meldungen über Unwetter, Hochwasser- und Kanalrückstaus und steht allen Bürgern von Mering zur Verfügung. Seit April 2009 ist auch die neue e*Message-Unwettersirene in den Pilotbetrieb einbezogen. Dabei werden die Warninhalte an das e*Message-Network Operating Center gegeben und von dort über e*WIP (via Satellit und Funkruf) zu den in Kindergärten und Schulen in Mering installierten Unwettersirenen übertragen. Diese signalisieren mit lauten Warntönen etwaige Gefahrensituationen und zeigen auf den Displays in Textform die erforderlichen Verhaltenshinweise.

Nach Einbeziehung eines zweiten Pilotstandortes soll Ende des Jahres eine neue Generation lokaler Unwetterfrühwarnsysteme für Einsatzkräfte, Bevölkerung und Industrie zur Verfügung stehen. Die Erfahrungen aus dem SAFE-Pilotbetrieb fließen anschließend in die weitere e*Warn-Entwicklung ein.

Sehen Sie den Beitrag des BR über den erfolgreichen Pilottest in Mering. SAFE-Projekt

SAFE

Im SAFE-Projekt werden neue Messtechniken für Extremwetterlagen entwickelt, durch die Prognosemethoden radikal verbessert und automatisierte Verfahren für die Einleitung von Gefahrenabwehrprozessen aufgebaut werden können.

Direkt zum SAFE-Projekt

Sehen Sie den Fernsehbeitrag des Bayerischen Rundfunks.

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