Carsten Hofmann
 01.04.2015

Mit falschen Marktanreizen werden Netze und Märkte nicht Smart

Vom 25.-26. März fand in Kassel die ETG Fachtagung des VDE unter dem Titel "VON SMART GRIDS TO SMART MARKETS" statt.

Die Vorträge zeigten die aktuelle Entwicklung aus den verschiedenen Blickwinkeln der Akteure oder wie man jetzt sagt "Marktteilnehmer". Es gibt viele neue und kreative Ideen den gerade entstandenen Markt mit Leben zu füllen. Die notwendige bedarfsgerechte Energielieferung wird heute schon gut durch Marktregeln abgedeckt, auch wenn der Markt durch die langjährige und sehr einseitige, hohe Subvention der Photovoltaik eine schwere Last zu tragen hat. Der durch diese Regeln entstandene exponentielle Anstieg der Kosten wurde gestoppt, wirkt aber noch für Jahrzehnte nach und bindet volkswirtschaftliches Kapital.

Der Preis der Energie ist abhängig davon, wie knapp sie gerade ist. Hier scheinen die Anreize des Marktes zu funktionieren und viele neue Unternehmen drängen auf den Markt. Bisher hat dieser Markt aber keinen Ortsbezug ... Der Flensburger Batteriespeicherbesitzer möchte beispielsweise dem Rosenheimer Energieversorger schnell Energie liefern, weil in dessen Netz durch zu geringe lokale Solareinspeisung aufgrund dichter Bewölkung ein kurzfristiger Bedarf entsteht. Das klappt, sofern es auf dem Weg von Norden nach Süden nicht gleichzeitig mehr als den üblichen Bedarf an Transportkapazität gibt.

Durch die veränderten Energieflüsse ergeben sich völlig neue Nutzungsparameter der Transport- und Verteilnetze. Insbesondere wie viele der angeschlossenen Verbraucher und Erzeuger das Netz gleichzeitig nutzen, ändert sich sehr schnell. Durch die heute gültigen Marktregeln werden solche Effekte nur sehr unzureichend berücksichtigt. Zum Teil werden auch falsche Anreize gesetzt.

In sehr vielen Beiträge, insbesondere der Verteil- und Transportnetzbetreiber, sowie deren Technologielieferanten waren diese aufkeimenden Konflikte erkennbar. Der Regulierer muss einen Wandel des Stromnetzes herbeiführer, der eine CO2- arme Energieproduktion bei hoher Versorgungssicherheit ermöglicht. Es muss aufgepasst werden, dass volkswirtschaftlich unsinnige Marktangebote nicht ohne Rücksicht gefördert werden. Denn letzten Endes zahlt nicht ein Verteilnetz- oder Übertragungsnetzbetreiber eine solche Entwicklung , sondern der Bürger über seine Stromrechnung.

Hier noch der Beitrag, der gemeinsam von Stromnetz Berlin und e*Message konzipiert und auf der Fachtagung vorgestellt wurde. Mit positiver Resonanz.

Carsten Hofmann

Head of Products

e*Message W.I.S.GmbH

 
 
 
   
Dietmar Gollnick
 20.03.2015

Vizekanzler ersetzt Teil der Sonne

Gestern, am 19. März fand ab 8.15 Uhr das regelmäßig von der IHK Berlin organisierte Wirtschaftspolitische Frühstück statt.

Gast war bei dieser Veranstaltung Sigmar Gabriel, Vizekanzler und für viele unserer Anliegen zuständiger Minister. Er sprach vor 400 IHK-geladenen Berliner Unternehmern. Und antwortete auf Fragen. Hier ein paar mitgeschriebene Stichpunkte, zum Teil mit geschichtlichem Lernwert:

I. Genau heute vor 125 Jahren - Bismarck tritt zurück. Und die Sozialdemokratie wird legal.

II. Unsere Energiepolitik - das ist ein wenig eine Operation am offenen Herzen. Die gute Konstitution des Patienten ist entscheidend, offensichtlich war es nicht die Kunst des Chefarztes. (Erst rein in den Ausstieg, dann raus, dann noch mehr rein.).

III.  Innerhalb von 10 Jahren verlieren wir wegen der demografischen Entwicklung 6 Millionen im Beruf Tätige. Das hat es noch nie gegeben in der Welt.

IV. 5 US-Konzerne beherrschen die Data Economy (oder auch Big Data Economy). Und wir? Kann man überhaupt noch alternativ Daten ablegen? In Europa?

V. Die SPD und ihr Vorsitzender machen alles richtig in der Politik und werden beide (zumindest in Umfragen) nicht ausreichend dafür belohnt. Aber, das geht ja allen im Saal so.

VI.  TTIP: Das ist wohl die letzte Möglichkeit, dass wir, die Europäer, solch ein Abkommen für den Freihandel abschließen und nicht etwa die Amerikaner mit Asien. Wir müssen Verbündete haben und die USA eigentlich auch. Wir wollen keine privaten Schiedsgerichte. Öffentlich-rechtliche Struktur sind dafür angedacht.

VII. Das, ja europäische Russland dürfen wir nicht aufgeben. Der Konflikt in der Ukraine muss kanalisiert werden.

VIII. VC (dt.: Wagniskapital) in Kalifornien pro Jahr 15 Mrd. ...in Deutschland 670 Millionen.... Da helfen keine Sparkassenfonds. Nur Rahmenbedingungen für unsere potentiellen Investoren. Schön, dass Herr Schmidt, CEO von Google in Berliner Startups investiert... Aber, wo sind unsereInvestoren?

IX. (Auf die Frage: Technologie für Energie... Neue Ideen... Und wer nicht Ihre Telefonnummer hat?) Die Energiewende muss Rahmenbedingungen im Sinne des Allgemeinwohls bekommen und haben. Es ist nicht Aufgabe des Wirtschaftsministers, einen Lobbyisten durch einen anderen austauschen.

X. Data Economy... Ist mit am wichtigsten für die Energiewende. (Bemerkung: Das klang dann doch ein wenig nach Smart Irgendwas überall. Zu weit weg von den Problemen.)

XI. Erbschaftsteuer... Betriebsvermögen schonen ist Ziel, nicht privaten Reichtum.

XII.Und: Wenn der Vizekanzler zur IHK kommt verfinstert sich die Sonne (freche Bemerkung des IHK-Geschäftsführers).

Sigmar Gabriel, Wirtschaftspolitisches Frühstück der IHK  Berlinzoom
Sigmar Gabriel, Wirtschaftspolitisches Frühstück der IHK Berlin

Hier noch ein Link zum Kommentar der IHK:

http://m.ihk-berlin.de/Ein_Minister_viele_Aufgaben

Dr. Dietmar Gollnick
CEO
e*Message W.I.S.GmbH

 
 
 
 
Carsten Hofmann
 19.03.2015

ETG-Fachtagung 2015 mit Beitrag zu e*Nergy

Hier ein kleiner Veranstaltungshinweis und Appetitmacher auf eine der wichtigsten Fachkonferenzen im Energieumfeld in diesem Jahr:

Am 25. und 26. März findet die ETG-Fachtagung 2015 des VDE - Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e.V. ("From Smart Grids to Smart Markets") in Kassel statt.

ETG-Fachtagungzoom

Mit dabei auch ein Beitrag zu e*Nergy (P2.2) von mir und Thomas Röstel (Stromnetz Berlin). Er trägt den Titel "e*Nergy - Innovatives Rundsteuersystem auf Basis von Funkrufnetztechnik". Gern geben die Autoren vor Ort oder per Mail Auskunft zur Thematik. Hier das Programm der Veranstaltung:

http://conference.vde.com/grm2015/Seiten/Programm.aspx

Carsten Hofmann
Head of Products
e*Message W.I.S.GmbH

 
 
 
     
Dietmar Gollnick
 20.02.2015

StromPager weckt Interesse in Detroit, MI

Bosch Software Innovationen hat Gäste aus den USA,

eine Regierungsdelegation aus dem Bundesstaat Michigan. Die Manager und Fachleute für erneuerbare Energie und Verkehr besuchen die Bosch-Veranstaltung zum Thema IoT (Internet of Things) im Berliner Hotel Intercontinental. Erste Station – für die meisten gleich aus dem Flieger zum Meinungsaustausch – war am 16. Februar die Schaltwarte der Stromnetz Berlin. Stromnetz, Bosch Software Innovationen und e*Message W.I.S. sind allesamt Berliner Unternehmen. Um so leichter fiel es, sich zu treffen und über das gemeinsame Projekt StromPager zu informieren. Die Funktionen wurden auch – erfolgreich – vorgeführt. Die Fragen der Gäste betrafen unter anderem die dafür genutzte Technologie, die Umsetzungsbesonderheiten und das regulatorische Umfeld der Energiewende in Deutschland.

Schaltwarte_Stromnetz_Berlin

Unsere amerikanischen Gäste waren von der Non-Profit-Organisation NextEnergy, vom Michigan Department of Transportation, von der Michigan Public Service Commission und vom U.S. EV-Smart Grid Interoperability Center.

Bald smarte Energielösungen mit deutschen Komponenten im Norden der USA?

 
 
 
     
Dietmar Gollnick
 17.02.2015

E-world 2015

Vom 10. – 12. Februar fand die E-world in Essen statt.

Vom 10. – 12. Februar fand die E-world in Essen statt, wohl die weltgrößte Messe für Energie und … Ja, bis zum vorvorigen Jahr kannten wir uns damit auch nicht so gut aus, aber von all unseren Partnern im Energiebereich wurde geradezu mit für Messen unüblicher Vorfreude darüber berichtet. Wir hatten keinen Stand. Ist ja vielleicht auch nicht ganz unsere Messe, aber die unserer Partner. Hier Fotos von Theben und von Bosch.

Bosch Messestandzoom
Theben Messestandzoom
 

Und beide haben unsere e*Nergy-Lösung nun auch in ihren Publikationen. Bosch hat einen sehr aussagefähigen Flyer erstmals dort vorgestellt. Hier ist er:

https://www.bosch-si.com/media/bosch_software_innovations/documents/success_story/201501_case_study_stromnetz_berlin_de_web.pdf

„Euch kennt man noch nicht gut genug.“… war häufig gehört. Ja, wie soll man aber auch? Jetzt haben wir jedenfalls den großen Anwendungsfall mit Stromnetz Berlin und alle hören zu. Warum wird besonders gut zugehört? Staatssekretär Baabe vom BMWi stellte auf dem ersten Messetag die aktuellen Eckpunkte zu Smart Grid und der Energiewende vor. Ein Element, das den Gesamtausfall des Systems unwahrscheinlicher macht, wird da gefordert. Und es gibt eine Einteilung in die vielen kleineren Verbraucher und Erzeuger und die (relativ) wenigen größeren. Zumindest bei ersteren sind wir im Geschäft. Die Kosten für das Messen müssen in einem gesunden Verhältnis zum möglichen Nutzen daraus stehen. Im Papier gibt es Deckelungen dafür. Und in diese Richtung weisen auch die im Eckpunktepapier angekündigten Gesetzesänderungen insbesondere im Teil des §21c des EnWG. Bis Mitte des Jahres soll das alles kommen. Gut für die Planungssicherheit. Siehe auch:

http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/E/eckpunkte-fuer-das-verordnungspaket-intelligente-netze,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf

Ich war am Mittwoch auf der Messe, Carsten Hofmann am Tag zuvor: Bei allen Gesprächspartnern haben wir großes Interesse geweckt. Und bei einigen nehmen wir an, dass bereits jetzt e*Nergy-Lösungen teil zukünftiger Planungen werden.

Eines wollte ich niemandem vor enthalten: Bei Bosch konnten die beliebtesten Partner ein Foto von sich machen lassen. Hier ist das von Dietmar Gollnick:

Foto DGO
 
 
 
   
Dietmar Gollnick
 12.02.2015

iDrive & Heise

Internet ja, aber was ist wenn …

A)

2 Millionen Fahrzeuge von BMW durch Hacker angegriffen werden. Da ist einiges drüber geschrieben worden, auch hier in „Automotive“ vor zwei Tagen: 

http://analysis.tu-auto.com/telematics/weekly-brief-bmw-responds-2-million-its-cars-shown-vulnerable-hacking?utm_campaign=TUA%2009FEB15%20Newsletter.htm&utm_medium=email&utm_source=Eloqua

B) es nicht verfügbar ist. Bei Heise gibt es jetzt ein extra Portal, bei dem die jeweils aktuellen und bekannten Internet-Probleme einsehbar sein sollen, siehe auch :

http://www.heise.de/netze/netzwerk-tools/imonitor-internet-stoerungen/

Mal drüber nachdenken.

Dietmar Gollnick

 
 
 
     
Dietmar Gollnick
 29.01.2015

Roundtable Breakfast mit der Staatssekretärin

Heute war ich eingeladen: Es wird immer mehr üblich, zum Frühstück sich zu treffen

als Abendveranstaltungen zu organisieren. Bei letzteren melden sich zwar immer mehr an, kommen aber dann weniger als erwartet, weil … die haben dann was anderes vor.

Das Frühstück fand – natürlich – an der dafür prädestinierten Adresse Potsdamer Platz 1 statt, 13. Etage, organisiert durch Dr. Christoph Wagner von der Kanzlei Morrison & Foerster. „Special Guests“ waren die Mitglieder des Bundestages Dorothee Bär, Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und Peter Beyer, auch aus der CDU/CSU-Fraktion.

Dr. Wagner ist ein guter Kenner der Regulierungslandschaft sowohl im Medien- als auch im Telekommunikationsbereich. e*Message hatte schon in mehreren Fällen seine und die der Kanzlei, bei der er jeweils war, Dienste in Anspruch genommen.

Weil man nie weiß wie groß die Runde wird und man vielleicht doch das mögliche Schweigen durch Fragen durchbrechen muss, hatte ich mir so etwa folgende bereit gelegt: Digitale Agenda ist beschlossen worden – und wie ist es mit dem dort beschworenen Gründergeist zum Beispiel in unseren Schulen, also wie wird er erreicht? Neu gewählt schneidet man erstmal die Ministerien neu zu: Also geht ein Teil der Verantwortung vom Wirtschaftsministerium zum (mehr als) Verkehrsministerium. Und: Werden wir bis zur nächsten Wahl alle Leute am richtigen Ort haben? Breitband ist ja ganz gut und schön, aber was ist, wenn kein Internet mehr geht. Und wenn man trotzdem Informationen transportieren muss, sehr dringend sogar … Wann wird es das Ministerium für nicht-Internetbasierte Kommunikation geben. Wir hätten da ein paar Beiträge zu liefern, auch für den schlimmen Fall des Ausfalls durch Cyberattacken, Stromausfall, undefiniertes Bitdrehen in Serverfarmen entscheidender Internet-Infrastrukturen …

Da die Chefin nur bis 9.30 Uhr Zeit hatte und Anfang dieser Woche die Bedingungen für die Ausschreibung der neuen Frequenzbereiche fixiert wurden und es deshalb zu Informations-, Meinungs- und teilweise auch Schlagabtausch kam, bin ich gar nicht mit meinen Fragen rangekommen … Nächstes Mal.

Dietmar Gollnick (links vorn), Staaatssekretärin  Dorothee Bär (rechts Mitte im Gespräch)zoom
Dietmar Gollnick (links vorn), Staaatssekretärin Dorothee Bär (rechts Mitte im Gespräch)

Die Fragen drehten sich darum, wie man denn auf die Versorgungsverpflichtungen in der neuen Frequenzausschreibung gekommen sei (97% je Land, 98% im Bund) und darum, wie und dass es Mittel geben wird, die Breitbandkommunikation (was immer das ist – 10 oder 50 MHz oder mehr als 100 MHz - ) auch in weniger bewohnte Gegenden Deutschlands zu tragen. Die Bandbreiten seien im Übrigen weniger ambitioniert als die aus der digitalen Agenda vom August vorigen Jahres, bemerkte Dr. Wagner. Wenn ein großer Teil dieser Mittel aber aus den erwarteten Versteigerungserlösen kommen und die Hälfte der Aufträge an Deutsche Telekom gehen, dann sei man doch nicht mehr ganz fair. De facto bei einem Kickback aus den Versteigerungsmitteln für die, die sie zahlen. Also auch ordnungspolitische Bedenken wurden geäußert.

Wie dem auch sei – Die Staatssekretärin wiederholte ein ums andere Mal – alles sei eben auch ein Produkt von intensiven Verhandlungen, auch zwischen Ländern und Bund und auch mit den Interessensvertretern der Anbieter und möglichen Versteigerungsteilnehmer.

ePlus hatte noch eine wichtige Nachricht: Die Industrie würde nicht etwa wegen Subventionen investieren, sondern weil es sich im Endeffekt rechnet. Und wenn das so ist, dann sei eben auch alles finanzierbar.

Die Kabelbetreiber solle man nicht vergessen bei der Breitbandaufgabe, unterstrich der Interessensverband der Anbieter.

Und es gab noch eine interessante Diskussion darüber, wann denn ARD und andere die Fernsehfrequenzen frei räumen würden, die ja auch mit zur Versteigerung stehen. 2017 habe ich verstanden, sei ein wahrscheinlicher Termin. Davor wird aber sicher noch ein wenig von den beteiligten Seiten gepokert werden.

Fazit: Nicht ganz unser Thema, aber für diesen Zeitraum doch sinnvoll und lehrreich. Und: je mehr über Internet und Breitband gesprochen und entschieden wird, bildet sich eine Monokultur. Eine sehr bequeme. Für die Fälle, wenn alles funktioniert. Wenn nicht und als Redundanz sollte man unbedingt auf sichere und bewährte schmalbandige Lösungen setzen. Die werden mit höherer Internetabhängigkeit immer notwendiger.

 
 
 
Dietmar Gollnick
 27.01.2015

Auch im Regen ... Kritische Infrastrukturen sollten auch in Krisen- und Katastrophenfällen zuverlässig funktionieren.

Kritische Infrastrukturen. Kompetenz. Gewichtige Begriffe.
Wahl des neuen Berates des KKI e.V.

Vielfach geht es uns im oft politischen „Schlagwort-Wording“ so: Je häufiger wichtige Begriffe benutzt werden, desto mehr nerven sie uns und desto weniger haben wir Lust dahinter zu schauen.

Also, alles mit „smart“. („smart grid“ zum Beispiel setzt nicht etwa „smart metering“ voraus … ). 

Ideengeber und Gründer des „Kompetenzzentrums Kritische Infrastrukturen“, also Herr Boy und Herr Altmann von NBB, sprachen mich vor vier Jahren an, ob ich da nicht mittun möchte. Schließlich sei ja auch unser Paging (neuhochdeutsch NP2M – narrowband point-to-multipoint) bei NBB und bei vielen Feuerwehren  als Dienst für kritische Anwendungen und wieder bei NBB und bei vielen Energieversorgern für den Fall der Fälle bei deren kritischen Infrastrukturen im Einsatz.

Viel zu viel drüber gesprochen, manchmal zu wenig getan. Deshalb mache ich da im Beirat mit und wegen der Themen – nach Energieversorgern steht 2015 die IT-Infrastruktur im Mittelpunkt. Und wegen der anderen Mitglieder im Beirat, aus Politik, THW, Feuerwehr, Hochschule und Wirtschaft. Und ich bin einziger Vertreter sowohl der Mobilfunknetze als auch des Mittelstandes.

Gute Bedingungen also, da auch unkonventionell (Mittelstand eben- wir fragen, wenn wir was nicht verstehen – ist ja nicht immer so … ;-) ) .

Neuer Beirat des KKI e.V. (vorn: THW-Präsident A. Broemme, Staatssekretär B. Krömer, rechts: Landesbranddirektor W. Gräfling, Mitte hinten: Vorstandsvorsitzender KKI e.V. U. Altmann)zoom
Neuer Beirat des KKI e.V. (vorn: THW-Präsident A. Broemme, Staatssekretär B. Krömer, rechts: Landesbranddirektor W. Gräfling, Mitte hinten: Vorstandsvorsitzender KKI e.V. U. Altmann)

Ein Thema scheint immer wichtiger zu werden: All-IP, also Internet überall ist ja ganz gut und schön und schön bequem, wenn alles funktioniert. Wenn  der Strom da ist und der Kabelhauseingang nicht defekt ist und man nicht gehackt wird und und und.

Letztens hörte ich in der Hauptstadt eines deutschen Freistaates: „Warten Sie mal, bis wir alles auf IP umgestellt haben, dann werden wir erstmals sogar NP2M (also, auch Paging) einsetzen.“ Ist nämlich anders als paketorientierte Übertragungs-Technologien.

Man  kann aus der „Kommandozentrale“ bestimmen, was wie und um den Preis welcher Belastung rausgeht. Und die Korrelation zu internet-basierten Diensten ist sehr, sehr gering.

Warum schreibe ich das:

1 . Um den Begriff Korrelation sollten wir uns kümmern. Er ist mindestens so wichtig wie der der Verfügbarkeit. Wenn man Licht haben möchte, sollte man seine Lampen parallel schalten, nicht in Reihe.

2. Ich habe mir vorgenommen, mich zum Hauptthema bei KKI 2015 stärker einzubringen. Mit der Frage: Was machen wir, wenn das Internet nicht verfügbar ist? Hat der deutsche Ingenieur wenigstens für die ersten Stunden vorgesorgt. Nicht auszudenken, wenn kritische Infrastrukturen versagen und wir einfach Internet- und ratlos sind.

D. Gollnick, U. Altmann
D. Gollnick, U. Altmann

Effiziente, wirkungsvolle Prävention und ein verlässliches Krisenmanagement – dazu will KKI beitragen, damit sich Deutschland immer auf den sicheren Betrieb seiner kritischen Infrastrukturen verlassen kann.

Der Verein besteht seit 2010. Vorige Woche wurden die neuen (zum Teil alten) Beiratsmitglieder berufen. Urkunden wurden feierlich übergeben. Die Berufungsveranstaltung fand in der 24. Etage am Potsdamer Platz 1 statt.

Ihr Dietmar Gollnick

 
 
 
   
Prof. Dr. Bernhard Walke
 05.01.2015

Bernhard Walke, RWTH Aachen

Lieber Herr Gollnick, meinen Glückwunsch zu e*Nergy! Sie finden ständig neue Möglichkeiten ...

...die Wertschöpfung per Funkruf zu perpetuieren.

Viel Erfolg im Neuen Jahr 2015,

Ihr Bernhard Walke Prof. Dr. Bernhard Walke
ComNets Research Group
RWTH Aachen University

 
 
 
   
Albrecht Broemme, THW
 11.12.2014

Albrecht Broemme, Präsident THW

Lieber Herr Dr. Gollnick, herzlichen Glückwunsch an e*Message zur Auszeichnung mit dem Innovationspreis 2014 der Hauptstadtregion.

Es ist nicht das erste Mal, dass Ihr Unternehmen durch Innovationen auffällt. Gut wäre es, den StromPager auch für die Steuerung von Rauchwarnmeldern zu benutzen, hierdurch also zugleich die Warnung der Bevölkerung zu verbessern. Beste Grüße,

Ihr Albrecht Broemme

Präsident THW

 
 
 
 
Jens Benken, Theben AG
 08.12.2014

Herzlichen Glückwunsch!

Wir schätzen die neue Lösung von e*Message und freuen uns, für unsere Kunden an einem auf e*Nergy basierenden Schaltelement arbeiten zu können.

In der Auszeichnung des Projektes mit dem Innovationspreis Berlin Brandenburg sehen wir auch eine Bestätigung unserer gemeinsam Arbeit. Auf der weltweit führenden Branchenmesse e-World Mitte Febraur in Essen werden wir auch darüber berichten.

Mit freundlichem Gruß
Jens Benken
Produktmanager Gebäudesystemtechnik
Theben AG

http://www.theben.de

 
 
 
   
Michael Hahn, Bosch Si GmbH
 08.12.2014

Wir gratulieren dem e*Message-Team zum Innovationspreis für e*Nergy

Wir arbeiten sehr gern mit Ihnen zusammen und wollen gemeinsam mit einem Ende-zu-Ende-Angebot unter wesentlicher Nutzung unserer Softwaresuiten Kundennutzen in der Energiebranche erzeugen.

Und: Wir haben die Innovation ja bereits im Namen.

Michael Hahn
Bosch Software Innovations GmbH, Berlin
Geschäftsführer

 
 
 
   
Dietmar Gollnick
 07.12.2014

WIR HABEN GEWONNEN!

Innovationspreis Berlin Brandenburg 2014
Innovationspreis Berlin Brandenburg 2014: einige e*Message-Mitarbeiter sowie Ralph Tiesler (ganz links), Vizepräsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfezoom
Innovationspreis Berlin Brandenburg 2014: einige e*Message-Mitarbeiter sowie Ralph Tiesler (ganz links), Vizepräsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe

Glücksbringer und allererster Gratulant war der Vizepräsident des Bundesamtes
für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe aus Bonn. Er war zur Preisverleihung
angereist und Sie finden ihn auf dem Foto der e*Message-Mitarbeiter ganz links. Außer
herzlichen Glückwünschen hatte er eine wichtige Nachricht: Die Erkenntnisse, Erfahrungen und Partnerschaften von e*Nergy sollten jetzt auch in den Rauchwarnmelder und andere an MoWaS angeschlossene Warngeräte kommen.

Daran werden wir gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten.

Vielen Dank allen Gratulanten und ein besonderer Gruß in die Bundesstadt Bonn

Dietmar Gollnick

 
 
 
   
Jürgen Brose, Berliner S-Bahn
 05.12.2014

Langjährige zuverlässige Partnerschaft:

Einer der größten Kunden der e*Message-Gruppe wünscht viel Glück.

Lieber Herr Dr. Gollnick,

herzlichen Glückwunsch zur Nominierung. Schon das ist ja ein toller Erfolg und eine Ehre! Ich wünsche Ihnen, dass Sie dann auch die Trophäe davon tragen. ...

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Brose
Leiter Datenverarbeitung Berliner S-Bahn

 
 
 
   
Brad Dye
 05.12.2014

Glück-Wünsche über den Teich aus Fairfield, Illinois, USA

Good luck my friends. This is good news.

Best Regards,

Brad Dye
Editor, The Wireless Messaging News
Paging Information Web Site

 
 
 
 
Carsten Hofmann
 05.12.2014

Projektleiter e*Nergy

Unser Team hofft auf den Erfolg der langen Arbeit. Wir wollen den Preis.

Am 5. Dezember sind wir zur Bekanntgabe der Verleihung des Innovationspreises eingeladen. Der Wettbewerb ist stark. Mit der Lösung von e*Nergy haben wir wirklich eine Kraftanstrengung hingelegt und eine vollkommen neue Produktgruppe entwickelt. Gab es so nicht nur in Deutschland nicht. Die Lösung wird offensichtlich benötigt und ist seit dem Spätsommer auch schon im Einsatz.

Unser Team hofft auf den Erfolg der langen Arbeit. Wir wollen den Preis. Bitte, drücken Sie uns die Daumen für Freitag Abend 19.00 Uhr in Berlin-Buch.

Hier stehen die 10 Nominierten der "Short List": http://www.innovationspreis.de/news/aktuelles/

Freundliche Grüße
Carsten Hofmann
Leiter Produktmanagement (und Projekt e*Nergy)

 
 
 
   
Dietmar Gollnick
 04.12.2014

Noch einmal Miami - ein kurzer Nachtrag

Wer bis hierher interessiert mitgelesen hat, vermisst bestimmt noch ein bisschen „Futter“ – zu Recht. Also als Nachtrag ein paar Hinweise: ....
  • Der angesprochene amerikanische Vortrag zum Thema Energie: „Paging and Power Utilities“, Lowell Todd, RF Demand Solutions, LLC.
    (Wer ihn haben möchte, bitte E-Mail an d.gollnick@emessage.de )  

Ja, und ein wichtiges Thema war auch noch: „Verschlüsselung und Paging“. Selbstverständlich kann man das haben, auch bei e*Message. Verschlüsselung wird zum Beispiel in Landkreisen und Kreisfreien Städten in Deutschland mit e*BOS eingesetzt, siehe hierzu auch https://www.bos-alarmierung.de/ 

So, das war’s aus und über Miami. In den nächsten Tagen haben wir ein ganz anderes Thema: In Berlin wird der Innovationspreis verliehen. Am 5. Dezember. Wir sind nominiert. Und echt gespannt…!

Ihr Dietmar Gollnick

 
 
 
Dietmar Gollnick
 03.12.2014

Miami Beach II – Nein, Paging geht nicht baden!

Der 2014er World Summit war gut besucht und hatte eine Vortragsqualität wie lange nicht.
Ilan Friedman berichtet über den Einsatz von beeper bei der rechtzeitigen Warnung der Bevölkerung.zoom
Ilan Friedman berichtet über den Einsatz von beeper bei der rechtzeitigen Warnung der Bevölkerung.

 Sage nicht (nur) ich, sondern insbesondere Jim Nelson, dort neugewählter Chef der CMA-A (erstmals ein Hersteller und kein Betreiber). Ich durfte ja auch etwas dazu beitragen und habe das aus seinem Mund mal auch als Kompliment für uns aus dem alten Europa genommen ...

Was mich besonders beeindruckt hat (kleine Auswahl):

  1. Ilan Friedman mit seinem Vortrag über Sicherheitskommunikation und die Rolle von Paging (in Israel beeper ltd., nicht nur für Hebräisch-Kenner www.beeper.co.il ) bei der Frühwarnung oder rechtzeitigen Warnung der Bevölkerung beim Anflug von Raketen. Viele gleichzeitig, rechtzeitig und zuverlässig sowie unabhängig von GSM und LTE – das ist gefordert und das wird dort gemacht. Und für die Erdbebenwarnung ist die Lösung auch schon nach Mexiko exportiert worden – und rettet dort Menschenleben.
    Aufgefallen dabei: Ein Kollege aus Oklahoma fragte doch, wer denn da überhaupt schießt. Manchmal ganz schön weit weg vom weltpolitischen Schuss, die Jungs aus den Staaten.

  2. Der Vortrag direkt vor mir: Ein Beratungsunternehmen für US-Energieversorger. Thema: sichere Schaltvorgänge. Bei denen wird in den Staaten millionenfach Paging eingesetzt. Interessanter transatlantischer Dialog. Mit mehr Gemeinsamkeiten als gedacht. Unsere Lösung e*Nergy ist schon um einiges „more advanced“. Sollten wir doch mal darüber nachdenken, in die USA zu exportieren? Gedankenspiele.

  3. Vortrag des Sicherheitschefs von Miami Beach. Also kein Kollege, sondern ein Anwender von allem, was ihm hilft, Sicherheit und Image in der doch ganz schön südlichen Stadt zu gewährleisten und weiter zu verbessern. Eine seiner Kernaussagen: „Wenn nichts mehr geht, Paging geht immer.“ Wieder aufgefallen: Das unheimliche Vertriebspotenzial, das sogar Beamte in den Staaten haben. Ist denn dort jeder ein Top-Vortragender und Salesman? Das war schon in den Vorjahren so – der Chef der Sicherheit der Uni Austin (Texas) oder Krankenhausleiter, alle redeten begeistert und begeisternd. Vorbildlich.

  4. Der zweitgrößte US-Betreiber hat sich nun auch an einer medizinisch orientierten Messaging-Gesellschaft beteiligt. American Messaging (www.americanmessaging.net) rundet mit Doc Halo (heißt wirklich so!) sein Angebot an Krankenhäuser weiter ab. Die amerikanischen Kollegen sind viel stärker als die Europäer im medizinischen Umfeld tätig. Tausende Paging-Teilnehmer haben sie in den riesigen US-Krankenhäusern. „Neid“ kommt auf ;-)

  5. Ted McNaught von Critical Alert (www.criticalalert.com) ist in Miami mit dem jährlichen Global Critical Messaging Industry Award geehrt worden. Blick zurück in aller Bescheidenheit: Erster Preisträger 2010? Richtig. Der kam von e*Message aus Deutschland, siehe auch www.emessage.de/emessage/aktuelles/meldungen/2010/010710_dublin.php

Im nächsten Beitrag gibt’s noch einen Nachschlag.

Bis bald, Ihr Dietmar Gollnick.

 
 
 
   
Dietmar Gollnick
 03.12.2014

Miami Beach. Geht Paging baden?

Einmal im Jahr treffen sich die Betreiber und Hersteller von Paging und kritischem Messaging aus Europa, Australien, aus Süd- und Nordamerika und ein paar kommen auch aus Asien.

Ich war noch nie in Florida – bis zum Oktober 2014. Einmal im Jahr treffen sich die Betreiber und Hersteller von Paging und kritischem Messaging aus Europa, Australien, aus Süd- und Nordamerika und ein paar kommen auch aus Asien. Besonders die Betreiber von Funknetzen brauchen den Austausch – wie e*Message in Deutschland und Frankreich sind sie oft in ihren Heimatländern der einzige oder einer der wenigen Anbieter dieser Dienstleistungen. Denn: Gute Infrastruktur ist teuer. Teuer im Aufbau und im Betrieb. Da trauen sich dann nicht so viele ran, andererseits schaut man immer auch gern beim Nachbarn, was der denn da so an Kunden und Anwendungen hat.

Traumhaft schön baden ...zoom
Traumhaft schön baden ...
... ist manchmal auch gefährlich.zoom
... ist manchmal auch gefährlich.

Teilnahme bei der mittlerweile größten Mobilfunkmesse in Barcelona? Nein, da ginge man mit seinen Spezialdiensten vermutlich unter. Und zu teuer wäre es auch. Außerdem müssen die amerikanischen Kollegen auch immer Gründe finden, warum denn die kleineren regionalen US-amerikanischen Pagingbetreiber – da gibt es viele – zum Meeting kommen sollen. Einer der Gründe war in diesem Jahr Miami Beach!

Organisator und Träger ist die CMA (Critical Messaging Association), die in zwei Chapter gegliedert ist, nämlich für Amerika (dafür steht dort noch der Buchstabe “A”) und Europa („E“). Hört sich fast nach Rockerclub an – aber nein. Als Direktor im Vorstand der europäischen Abteilung der CMA würde ich das wissen :-)

Besonderheit am Rande: Der größte US-amerikanische Betreiber ist kein Mitglied im CMA-A: USA Mobility Wireless heißt mittlerweile übrigens Spok.

Alter CMA-A-Präsident: Ted McNaught (l), Critical Alert Systems, neuer CMA-A-Präsident: Jim Nelson (r), Prism IPX Systemszoom
Alter CMA-A-Präsident: Ted McNaught (l), Critical Alert Systems, neuer CMA-A-Präsident: Jim Nelson (r), Prism IPX Systems
 

Weit weniger besonders: Baden in Florida ist ein Traum – einmal habe ich es tatsächlich auch geschafft…!

Zum Inhalt des diesjährigen Meetings schreibe ich im nächsten Beitrag.

Bis bald,

Ihr Dietmar Gollnick.

 
 
 
   
Dietmar Gollnick
 02.12.2014

Ein Blog, ein Blog … noch ein Blog?

Erster Inhalt
Dr. Dietmar Gollnick

Kommunikation ist unser Geschäft: Wir reden mit unseren Partnern und Kunden am Telefon, schreiben uns E-Mails und Briefe, treffen uns auf Messen und Kongressen, lesen voneinander in Mailings oder den Medien, auf Papier oder Screens – die Reihe lässt sich unendlich fortsetzen.

Trotzdem irgendwie schade, dass man nicht schnell mal was schreiben kann, was einem durch den Kopf geht. Auch mal was Kleines. Aber vielleicht ist gerade das Kleine ein wichtiger Mosaikstein, der hilft, besser zu verstehen, warum wir was mit wem tun. Der hilft besser zu verstehen, was unsere Technologie so grundlegend unterscheidet von anderen. Denn darum geht es doch: einfach reden, einfach machen, einfach anwenden.

Wir möchten mit unseren Blog-Lesern unkomplizierter ins Gespräch kommen. Dabei kann es mal sein, dass nicht jedes Satzzeichen durch alle Sprachforscher gewendet und abgenickt wurde. Es kann schon mal spontan sein. Soll es auch. Und es kann anders sein als das, was man sonst so liest. Auch das wäre doch schon mal was. 

Darauf freuen wir uns. Danke, dass Sie uns lesen.

Ihr Dietmar Gollnick

 
 
 

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