Warum Warn-Apps und Cell Broadcasting im Katastrophenfall nicht ausreichen

02.08.2021

Berlin, 02. August 2021 – Der Berliner Experte für Warn- und Alarmierungslösungen Dr. Dietmar Gollnick erklärt, warum Warn-Apps und Cell Broadcasting im Katastrophenfall nicht ausreichen:

„Bevölkerungswarnung muss zuverlässig und effizient sein. Das bedeutet, möglichst viele Menschen gleichzeitig und sicher zu erreichen, überall und zu jeder Zeit - auch unter extremen Bedingungen. Warn-Apps allein können das nicht leisten. Fällt das öffentliche Mobilfunknetz aus, sind sie wirkungslos. Gleiches gilt für das aktuell viel diskutierte Cell Broadcasting, das warnende Kurz-Nachrichten an alle Empfänger einer gemeinsamen Funkzelle vorsieht: Auch dafür ist ein funktionierendes öffentliches Mobilfunknetz Voraussetzung. Fällt es aus – z.B. durch Unwetter oder Überlastung –, sind keine Nachrichten möglich.“ 

Dr. Dietmar Gollnick plädiert für eine redundante zweite Infrastruktur:

„Größtmögliche Zuverlässigkeit in der Bevölkerungswarnung wird durch das Zusammenwirken verschiedener Kräfte erzielt. Erreicht wird dies durch die Nutzung einer zweiten Infrastruktur, die unabhängig von den primären digitalen Warnwegen funktioniert, diese ergänzt und absichert. Fallen die Primärwege aus, übernimmt die zweite Infrastruktur: Satellitengestützte Profi-Funknetze, über die alarmiert und gewarnt werden kann und die sich bei Feuerwehren, THW und Rettungskräften längst bewährt haben. Über sie lassen sich Sirenen ebenso ansteuern wie Alltagsgeräte." 

Dr. Dietmar Gollnick schlägt vor, Rauchwarnmelder auch in die Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall einzubeziehen:

„In deutschen Haushalten befinden sich Millionen privater Wetterstationen und – teilweise verpflichtend – Rauchwarnmelder. Rüstet man diese mit einem Funkmodul aus, kann theoretisch jeder deutsche Haushalt über seine private Warnstation verfügen, die über ein Profi-Funknetz zuverlässig angesteuert und alarmiert bzw. ausgelöst werden kann. Unabhängig von öffentlichen Mobilfunknetzen. Zuverlässig und effizient. So kommt die Warnung sicher an – zu jeder Zeit, auch nachts mit Weck-Effekt. Vorschläge für eine solche Gesamtlösung liegen auf dem Tisch. Ihr Vorteil: Sie ist verfügbar und damit schnell und einfach umzusetzen.“

Zur Person:
Dr. Dietmar Gollnick
leitet die e*Message Gruppe mit Hauptsitz in Berlin, die seit über 20 Jahren Europas größtes Sicherheitsfunknetz betreibt. Seit 2004 ist e*Message BBK-Kooperationspartner und MoWaS-Multiplikator. Gollnick ist ein Experte in allen Fragen zur Bereitstellung verlässlicher professioneller Warn- und Alarmierungslösungen in Krisen- und Katastrophenszenarien. Als Vorstandsmitglied im Zukunftsforum Öffentliche Sicherheit (ZOES) hat er am ZOES Grünbuch 2020 mitgewirkt und ist auf internationaler Ebene als Präsident der Critical Messaging Association (CMA) aktiv.

Über e*Message:
Die e*Message Wireless Information Services GmbH (e*Message Europe) ist Betreiber von Europas größtem Sicherheitsfunknetz. Als einer der vier Mobilfunknetzbetreiber im deutschen Markt unterhält e*Message ein von öffentlichen Netzen unabhängiges, satellitengestütztes Funknetz mit rund 800 Sendestationen in ganz Deutschland. e*Message bietet spezialisierte Messaging-Dienste in den Schwerpunktthemen Sicherheit, Mobile Organisationslösungen und Integrierte Lösungen an. Damit können Einzelpersonen und Personengruppen (z. B. Ärzte, Behörden, Feuerwehr, Winterdienste, Servicekräfte) durch digitale Endgeräte zuverlässig, schnell und zielgenau benachrichtigt, gewarnt und alarmiert werden. Im Dezember 1999 gegründet, hat e*Message im Jahr 2000 die Funkrufaktivitäten der Deutschen Telekom sowie der France Télécom übernommen und ständig weiterentwickelt. Die Betriebszentralen der Unternehmensgruppe befinden sich in Berlin und in Paris. (www.emessage.de)

Unternehmenskontakt:
Anke Lüders-Gollnick
e*Message Wireless Information Services Deutschland GmbH
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