Weichen zur Weiterentwicklung von Paging und NP2M gestellt

04.10.2013

CEPT, Dachorganisation der europäischen Regulierungsbehörden, fasste Beschluss zu schmalbandigen NP2M-Systemen

Montegrotto/Berlin

Montegrotto/Berlin, 04.10.2013. CEPT, die Dachorganisation der europäischen Regulierungsbehörden, verabschiedete Beschluss zur NP2M-Technologie auf der heute in Montegrotto endenden 78. Tagung ihrer Arbeitsgruppe für Frequenzmanagement (WGFM). Damit ist der Weg für die qualitative und quantitative Weiterentwicklung von Paging und NP2M in Europa gebahnt.

 

Nach umfangreichen Analysen fasste die zur Dachorganisation der europäischen Regulierungsbehörden CEPT gehörende Arbeitsgruppe für Frequenzmanagement WGFM auf ihrer 78. Tagung im norditalienischen Montegrotto einen Beschluss zur NP2M-Technologie. Das einstimmig verabschiedete „Liaison Statement“ an die Europäische Standardisierungsorganisation ETSI bahnt den Weg für die qualitative und quantitative Weiterentwicklung von Paging und schmalbandigen Punkt-zu-Multipunkt-Systemen in Europa – weit über die EU hinaus.

Die Arbeiten der CEPT wurden initiiert durch ein Systemreferenz-Dokument der ETSI, das SRdoc TR 103 102 zum Thema NP2M. ETSI regte auf diesem Weg die Fixierung von Frequenzbereichen im 440-470 MHz-Band in Europa an, die soweit wie möglich harmonisiert sein sollen. Mit der Entscheidung der CEPT in Montegrotto ist diese Empfehlung nunmehr erfüllt. Die Beschlüsse zu NP2M (Narrowband Point to Multipoint) werden in folgenden Dokumenten reflektiert:

  1. ERC-Bericht 25: Auflistung der in den Frequenzbändern in Europa genehmigten Anwendungen.
  2. Grundlegender Beschluss der Europäischen Gemeinschaft: ECC / DEC / (06) 06 zu Anwendungssystemen im 440 - 470 MHz-Band.
  3. Tabelle / Liste der Technologien in den Freqenzbändern nach ECC / DEC / (01) 03 Anhang 2.

Die Working Group Frequency Management (WGFM) wird von Sergey Pastukh (Russische Föderation) als Präsident und Thomas Weilacher (Bundesnetzagentur, Deutschland) als Vizepräsident geleitet.

NP2M, eine Spezialtechnologie im Mobilfunk, ermöglicht Anwendungen, die mit anderen Systemen nicht realisierbar wären. NP2M geht sehr sparsam mit den Ressourcen Energie und Frequenz um. Auch wegen ihrer Schmalbandigkeit ist diese Technologie gut geeignet, um eine einheitliche Versorgung für Alarmierungs- und Informationsdienste landes- oder europaweit zu gewährleisten. In Deutschland und Frankreich betreibt e*Message auf der Basis von NP2M landesweite digitale Paging-Netze. Frequenzzuweisungen werden durch die nationalen CEPT-Mitglieder erteilt, reichen für e*Message bis zum Jahr 2025 und sind verlängerbar. Die in Montegrotto erfolgte internationale Bestätigung der Arbeitsgrundlage der europäischen e*Message-Gruppe ist ein wichtiger Baustein für künftige Entwicklungen.

e*Message ist Mitglied im Europäischen Chapter der Critical Messaging Assocation (CMA). Dr. Dietmar Gollnick, Geschäftsführer von e*Message, gehört dem Vorstand der europäischen Organisation an. Stellvertretend für die e*Message-Gruppe wurde er weltweit als Erster mit dem "CMA Annual Industry Service Award" für Innovationen ausgezeichnet (2010, Charleston, South Carolina).

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CEPT: Conférence Européen des Administrations des Postes et des Télécommunications

CEPT ist die 1959 gegründete Dachorganisation zur Zusammenarbeit der Regulierungs-behörden aus 48 europäischen Staaten mit Sitz in Kopenhagen. Sie gliedert sich in zwei Komitees mit den Verantwortungsbereichen Telekommunikation und Post sowie in mehrere Arbeitsgruppen. Außer den Mitgliedern der Europäischen Gemeinschaft sind auch weitere Staaten Europas sowie drei asiatische Länder vertreten. Deutschland wird durch die Bundesnetzagentur, Bonn, vertreten. Im Rahmen der CEPT kooperieren die Mitglieder in den Bereichen kommerzieller, betriebsseitiger, regulatorischer und technischer Standardisierung. Die Working Group Frequency Management (WGFM) widmet sich u.a. der Planung einer effizienten Nutzung von Funkfrequenzen. Die WGFM findet sich in der Regel zwei Mal im Jahr zu ihrer wöchentlichen Tagung zusammen.
www.cept.org

ETSI: European Telecommunications Standards Institute

ETSI, die gemeinnützige Institution mit Sitz in Sophia Antipolis (Südfrankreich), wurde 1988 auf Initiative der CEPT gegründet und von der Europäischen Union offiziell als Europäische Organisation für Normung anerkannt. CEPT und ETSI arbeiten im Rahmen des europäischen Prozesses der Standardisierung und Regulierung für Funkkommunikationssysteme und -geräte eng zusammen. ETSI verfolgt das Ziel, weltweit anwendbare Standards für die Informations- und Kommunikationstechnologien zu schaffen. ETSI gehören über 700 Mitglieder aus 62 Ländern an, darunter Netzbetreiber, Diensteanbieter, Behörden und Hersteller.
www.etsi.org

e*Message Wireless Information Services GmbH (e*Message Europe)

e*Message Europe ist als Besitzer und Betreiber unabhängiger Funknetze kontinentaleuropäischer Marktführer im Funkruf (Paging) mit Tochtergesellschaften in Deutschland und Frankreich. Das Unternehmen stellt mit den eigenen Funkrufnetzen u.a. die Dienste e*BOS, e*Cityruf, Alphapage* und e*Warn bereit. Diese werden von Hunderttausenden Einzelpersonen, Behörden, Institutionen und renommierten Unternehmen genutzt. Innovative Ideen werden kontinuierlich in bestehende und neue Dienste überführt. Im Januar 2000 gegründet, hat e*Message Europe im gleichen Jahr die Funkrufaktivitäten der Deutschen Telekom sowie der France Télécom übernommen und ständig weiterentwickelt. Die Betriebszentralen der Unternehmensgruppe befinden sich in Berlin und in Paris. Seit 2005 betreibt e*Message auch ein leistungsstarkes Bündelfunknetz für Sprache und Daten (e*Dispatch) im Großraum Berlin – Brandenburg.

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