Im Norden und Süden bereits im Einsatz: e*Warn-Sirene

23.09.2009

Als Partner des Fraunhofer Instituts SST unterstützt e*Message die Projekte SAFE und KatWarn zur frühzeitigen Warnung der Bevölkerung.

Sirene

Warnmeldungen werden über das satellitengestützte Funkrufnetz an Behörden und betroffene Bürger übertragen. Erste Ergebnisse und künftige Pläne stellte e*Message jetzt auf dem Katastrophenschutzforum KAT 10 in Berlin vor.

 

Wie Kritische Infrastrukturen geschützt, Einsatzkräfte alarmiert und die Bevölkerung auch nachts oder bei Stromausfall vor Gefahren gewarnt werden können, erörterte das Katastrophenschutzforum KAT 10 Ende September in Berlin. Zwölf Referenten beleuchteten Warnung, Alarmierung und Information im Bevölkerungsschutz. e*Message gehörte zu den Ausstellern und informierte in einem Vortrag u.a. über den erfolgreichen Einsatz der e*Warn-Sirene im SAFE-Projekt des Fraunhofer Instituts Software- und Systemtechnik (ISST).

SAFE: e*Message als Partner des Fraunhofer Instituts SST

Im Rahmen dieses vom Bund geförderten Projekts unterstützt e*Message als Partner des Fraunhofer ISST die Alarmierung und Warnung von Nutzern über das satellitengestützte Funkrufnetz. In mehreren Feldtestregionen werden die e*Warn-Sirenen mit einem von e*Message entwickelten Frühwarnmodul bereits seit Monaten erfolgreich genutzt, so unter anderem in der süddeutschen Marktgemeinde Mering. Das System funktioniert als eine Art Sensornetz rund um einen Ort oder eine Industrieanlage. Es sammelt alle relevanten Daten und schickt gegebenenfalls Warnhinweise auf Fernseher oder Empfangsgeräte wie die e*Warn-Sirene. Bewährt hat sich SAFE nach Angaben der Betreiber bereits bei einem Unwetter mit orkanartigen Böen Ende Mai in Mering. Aufgrund der bisherigen Ergebnisse plädierte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann kürzlich auf einer Pressekonferenz in Mering für die Fortsetzung des Probebetriebs und eine bayernweite Ausdehnung des Projekts. Neben der Bedeutung für den Bevölkerungsschutz unterstrich er auch die ökonomische Relevanz des neuen Frühwarnsystems.

KatWarn: Projekt zur Bevölkerungswarnung im Landkreis Aurich

„Die bloße Kenntnis von Gefahren schafft noch keinen Schutz“, so Ulrich Meissen, Projektleiter des Sensor-Aktor-gestützten Frühwarnsystems (SAFE) beim Fraunhofer ISST. „Der besondere Vorteil von SAFE liegt darin, dass das System nicht nur Gefahren erkennt, sondern auch gezielt Maßnahmen in die Wege leitet.“ Dafür nutzt es unterschiedliche Warnkanäle, um die individuellen Bedürfnisse und Situationen der betroffenen Bürger zu berücksichtigen. So können über Set-Top-Boxen Warnungen in das laufende Fernsehprogramm eingeblendet werden. e*Warn-Sirenen informieren nachts in Wohngebäuden und tagsüber zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Industrieanlagen, Behörden und Institutionen die betroffenen Personen.

Neben Unwetterwarnungen lassen sich die Komponenten des Systems zudem für verbesserte Warnungen bei Katastrophen wie Sturmfluten und Großunfällen nutzen. Dies wird vom Fraunhofer ISST zurzeit im Landkreis Aurich im Projekt „KatWarn“ getestet. Bei dem Feldtest sind ebenfalls e*Warn-Sirenen mit Geo-Koordinaten-Lokalisierung im Einsatz. Ihr Vorteil: Sie warnen die Bevölkerung auf die Straße und Hausnummer genau. Auch nachts oder bei Stromausfall. Wegen dieser und weiterer Vorteile prüfen Hersteller derzeit die Integration des e*Warn-Moduls in Rauchwarnmelder.

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