Pager und Sirenen – alle digital

20.02.2009

Börde alarmiert Pager und Sirenen digital über das e*BOS-Netz.

Sirenen

01/2009. Die Umstellung auf die digitale e*BOS-Alarmierung ist für die Feuerwehren in Börde, dem zweitgrößten Landkreis in Sachsen-Anhalt, erfolgreich abgeschlossen. Neben den 1700 Einsatzkräften der Feuerwehren, Rettungsdienste und des Katastrophenschutzes werden dort auch alle 254 Sirenen über das nicht-öffentliche e*BOS-Alarmierungsnetz gesteuert. Deren Bedeutung für die Warnung der Bevölkerung in Deutschland wächst jetzt wieder bundesweit.

 

Der Landkreis Börde, im Juli 2007 aus der Fusion des Ohre- und des Bördekreises hervorgegangen, hat die Einführung der digitalen e*BOS-Alarmierung für seine Feuerwehren erfolgreich beendet. Zusätzlich werden auch alle 254 Sirenen im Landkreis über das nicht-öffentliche e*BOS-Netz angesteuert. Die Auslösung der Sirenenalarmierung erfolgt durch die Integrierte Leitstelle (ILS) in Haldensleben. „Damit können wir als einer der ersten Landkreise in Sachsen-Anhalt mit der rasanten Entwicklung im Zeitalter der Digitaltechnik Schritt halten“, betont Börde-Landrat Thomas Webel.

Kein Problem mehr: Alarmierung von Berufspendlern

Über das e*BOS-Netz können die Freiwilligen Feuerwehren jetzt nicht nur innerhalb des Kreises, sondern bis hin nach Helmstedt, Wolfsburg, Magdeburg oder Halberstadt alarmiert werden. Damit reicht das Alarmierungsgebiet weit über die politischen Grenzen des Landkreises hinaus und erfasst auch alle Einsatzkräfte, die zwischen Wohn- und Arbeitsort pendeln. Im Einsatz sind vor allem Meldeempfänger des Typs e*Alarm V, die über eine komfortable Meldeempfängerverwaltung durch die eigenen Kräfte administriert werden können. Ein Vorgriff auch in Richtung Teilnehmermanagement moderner Funkgeräte und -anlagen im BOS-Digitalfunk. Konnten die Einsatzkräfte vorher nur analog „angepiept“ werden, empfangen sie über die digitale e*BOS-Alarmierung nun auch eine präzise Text-Nachricht, je nach Bedarf einzeln oder im einsatzbezogenen Gruppenruf (Schleifenalarmierung). Bereits seit Ende 2007 sind zehn Feuerwehrhäuser im Landkreis mit digitalen LED-Großdisplays e*BOS ausgerüstet, auf denen die akuten Alarmierungen für die Einsatzkräfte angezeigt werden.

Mit Bravour bestanden: Härtetest Orkan „Kyrill“

Dem Start der e*BOS-Alarmierung im Landkreis Börde ging ein sechsmonatiger Testbetrieb unter harten täglichen Einsatzbedingungen voraus. Für die erweiterte Nutzung der e*BOS-Alarmierung sprach nicht zuletzt auch deren störungsfreier Betrieb während des Orkans „Kyrill“, der zu flächendeckenden Stromausfällen und Störungen aller anderen Kommunikationssysteme in der Region geführt hatte. Das Versorgungsgebiet des Kreises umfasst eine Fläche von 2.366 km², zu der mehrere Bundes- und Wasserstraßen sowie die verkehrsreichen Autobahnen A 2 und A 14 gehören.

Renaissance: Sirenen zur Warnung der Bevölkerung

Neben dem Landkreis Börde nutzen weitere Landkreise das e*BOS-Netz von e*Message sowohl zur Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehren und Rettungsdienste als auch zur Sirenensteuerung. Deren Bedeutung wächst wieder, seit die Mehrzahl der Sirenen nach Ende des Kalten Krieges Anfang der 90er Jahre in Deutschland eingestellt worden waren. Nach wie vor alarmieren einige Kommunen ihre Feuerwehren über Sirenen. Zur Warnung der Bevölkerung erlangt das e*Message-Netz nicht nur für die Ansteuerung von Sirenen besondere Bedeutung. So wurde auf der Tagung des EU-Forums Public Safety Communications im Dezember 2008 in Südfrankreich eine Lösung angekündigt, die es ermöglicht, so genannte Warnmodule in Endgeräte unterschiedlicher Art zu integrieren, um die Bürger spezifisch nach Straße und Hausnummer vor Sturm, Flut, Feuer oder anderen Notfall- und Katastrophensituationen zu warnen. Sogar mit Weckeffekt.

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