e*WM – Nachfolger der Sirene

10.12.2008

Auf einer mit der Europäischen Kommission veranstalteten Konferenz des PSC Europe Forums in Valabre (Frankreich) kündigte e*Message Anfang Dezember 2008 ein neu entwickeltes Modul zur Warnung der Bevölkerung an. Integriert in völlig unterschiedliche Endgeräte, übernimmt das e*Warnmodul (e*WM) auch nachts und unterwegs die Funktion einer persönlichen Sirene.

Nachfolger

Effektive Maßnahmen zur Warnung der Bevölkerung im Krisenfall standen im Zentrum einer internationalen Fachtagung, die Anfang Dezember 2008 mit über 100 Sicherheitsexperten aus 20 Ländern in Frankreich stattfand. Auf der gemeinsam mit der Europäischen Kommission getragenen Veranstaltung des PSC Europe Forums in Valabre kündigte e*Message erstmals den neu entwickelten Prototypen eines Moduls zur Warnung der Bevölkerung an.

 

Das preis- und stromsparend aufgebaute e*Warnmodul (e*WM) wird es ermöglichen, aus fast jedem technischen Gerät eine intelligente Sirene zu machen. Je nach Wirtsgerät kann die Ausgabe der Warninformation akustisch, visuell auf einem Display oder elektronisch auf einem weiter verarbeitenden Medium realisiert werden.

Warnmodul mit Weckeffekt für beliebige Endgeräte

Das e*Warnmodul wird ohne SIM-Karten und unabhängig von anfälligen Telefonnetzen arbeiten. Es ist wesentlich genauer und flexibler einsetzbar als herkömmliche Sirenen im Stand-alone-Betrieb. In entsprechenden Stückzahlen ist es für einen Bruchteil des Preises von GSM-Modulen herstellbar und übertrifft die Leistungsfähigkeit des in Deutschland diskutierten DCF77 im Warnfall um ein Mehrfaches. Experten bewerten das e*Warnmodul als folgerichtige Umsetzung der durch das European Telecommunications Standards Institute ETSI in der technischen Spezifikation TS 102 180 definierten Anforderungen an die Kommunikation der Behörden mit den Bürgern im Krisenfall. Eric Davalo, CTO von EADS Secure Networks und Vizepräsident des PSC Europe Forums, unterstrich die dringende Notwendigkeit von modernen Warnsystemen und alternativen Zubringertechnologien in Krisensituationen. Am besten geeignet sei die Satellitenkommunikation, so Pierluigi Mancini von der Europäischen Weltraumbehörde ESA. Dieser Empfehlung entsprechen die in Deutschland und Frankreich betriebenen Data-Broadcast-Netze von e*Message, die – auch dank Satellitenkommunikation – völlig unabhängig von öffentlichen Telefonnetzen und verwundbaren Verbindungswegen zwischen den Basisstationen funktionieren. Entsprechend groß war das Interesse der Sicherheitsexperten an der in Valabre gezeigten Demonstration der angekündigten e*WM-Technik. Mit Patrice Simon, EADS Secure Networks und Projektleiter des EU-Projekts CHORIST, wird bereits eine Zusammenarbeit geprüft.

Schnell und gezielt: Warnungen auf die Hausnummer genau

Schon im kommenden Jahr sind Rauchwarnmelder denkbar, die mittels e*WM Warnmeldungen empfangen und sie dann inhaltsabhängig weitergeben. Das Warnmodul kann darüber hinaus in persönliche Wetterstationen integriert werden, die heute bereits in Millionenstückzahl ihre dynamisch aktualisierten Wettervorhersagen über das unabhängig von öffentlichen Netzen arbeitende e*Message-Funkrufnetz beziehen. Auch Sirenen können über diesen Weg einfacher angesteuert werden, so wie es in Schleswig-Holstein heute schon partiell geschieht.

Mit Hilfe des e*Warnmoduls kann die Bevölkerung in Zukunft sogar auf die Hausnummer genau vor Bedrohungen gewarnt werden – ohne die Notwendigkeit einer vorab definierten statischen Warnregion und mit großer Unabhängigkeit von der Stromversorgung. Damit eröffnet sich die Chance, die Bürger umgehend, gezielt und sehr genau zu warnen, vor allem nachts. Denn die Lösung sorgt für den erforderlichen Weckeffekt und füllt diese seit Jahren immer wieder stark monierte Warnlücke.

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