e*BOS-Alarmierung startet im Kreis Schleswig-Flensburg

15.07.2006

Eine neue Ära begann für 7.000 Einsatzkräfte in 204 Feuerwehren.

Feuerwehr

Schleswig-Flensburg, einer der größten Kreise Deutschlands, hat sich für die e*BOS-Alarmierung von e*Message entschieden. Die Feuerwehren des Kreises sind jetzt nicht mehr nur analog, sondern auch digital über das e*BOS-Netz alarmierbar. Die offizielle Inbetriebnahme Anfang Juli verlief erfolgreich.

 

Für die 204 Feuerwehren des Kreises Schleswig-Flensburg brach eine neue Ära an: Sie werden jetzt nicht mehr nur analog, sondern auch digital über das nicht-öffentliche e*BOS-Alarmierungsnetz von e*Message zu ihren Einsätzen gerufen. Konnten sie über die analoge Alarmierung nur „angepiept“ werden, erhalten sie jetzt über die digitale Alarmierung auch eine präzise Text-Nachricht, je nach Bedarf einzeln oder im Gruppenruf. Durch diese gezielte Alarmierung ist es möglich, so viele Feuerwehrleute wie nötig an den Einsatzort zu holen. Es erscheinen nicht mehr alle, niemand rückt vergeblich aus.

Ein entscheidendes Plus: Alarmierung über Kreisgrenzen hinweg

„Wir mussten bislang ausschließlich mit einem 30 Jahre alten Funknetz zurechtkommen, das ursprünglich nicht für die Alarmierung gebaut worden war und deshalb auch nicht über die entsprechende Ausleuchtung verfügte“, erläutert Kreisbrandmeister Walter Behrens die Hintergründe. „Die Not war da, es musste etwas passieren. Da kam uns das PPP-Angebot von e*Message sehr gelegen. Es handelt sich um eine technisch überzeugende Lösung, die sich nicht auf eine Stadt oder den Kreis beschränkt, sondern auch darüber hinaus einsetzbar ist. Bei 7.000 aktiven Feuerwehrleuten, von denen viele arbeitsbedingt pendeln, ist das enorm wichtig.“ So können die Einsatzkräfte des Kreises jetzt überall alarmiert werden, ob in Eckernförde oder in Rendsburg, in Husum oder in Flensburg. Ein weiterer Grund für die Entscheidung: Investitionen in Aufbau, Betrieb und Wartung einer eigenen Infrastruktur entfallen. Denn das e*BOS-Alarmierungsnetz existiert bereits, ist flächendeckend in Deutschland verfügbar und dementsprechend auslandskoordiniert.

Jetzt auch digital: Chance für eine neue Alarm- und Ausrückordnung

Nicht nur der Brand- und Katastrophenschutz, auch die allgemeine Gefahrenabwehr gehört zu den Aufgaben der ausschließlich Freiwilligen Feuerwehren im Kreis. Bei 60 Prozent ihrer Einsätze leisten sie technische Hilfe, sei es bei Verkehrsunfällen, umgestürzten Bäumen, überfluteten Kellern, ausgelaufenem Öl oder anderen Umweltunfällen, um die sich der vom Kreisfeuerwehrverband betriebene Löschzug Gefahrgut kümmert. „Wir nutzen die Erweiterung auf die digitale Alarmierung, um eine neue Alarm- und Ausrückordnung einzuführen“, so Kreisbrandmeister Walter Behrens. „Gleichzeitig bereiten wir eine Standardisierung der Einsatzstichwörter für ganz Schleswig-Holstein vor. Ohne geht es nicht, wenn unser Land in vier Leitstellenbereiche aufgeteilt wird.“ Bereits in zwei Jahren sollen die Kreise Schleswig-Flensburg, Nordfriesland und die kreisfreie Stadt Flensburg zur Kooperativen Regionalleitstelle Harrislee gehören. Deshalb legte der Kreis großen Wert auf eine Alarmierungslösung, die nicht nur in das bestehende, sondern auch in künftige Leitstellensysteme integrierbar ist.

Berufsfeuerwehr und Rettungsdienst der Landeshauptstadt Kiel standen vor einem ähnlichen Problem. Sie nutzen die e*BOS-Alarmierung bereits seit April dieses Jahres. Im Landkreis Osnabrück, in den WM-Städten Gelsenkirchen, Frankfurt am Main, Leipzig und anderenorts hat sie sich im Einsatzalltag längst bewährt.

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