Warnung der Bevölkerung über das Netz von e*Message

29.04.2004

Anschluss an das satellitengestützte Warnsystem des Bundes Zivilschutz-Studie: Funkruf optimal für die persönliche Warnung.

e*Message

Im Auftrag des Bundesverwaltungsamtes, Zentralstelle für Zivilschutz, wird die e*Message Deutschland GmbH künftig amtliche Gefahren-informationen zur Warnung der Bevölkerung über ihr Funkrufnetz verbreiten. Die für den Anschluss an das satellitengestützte Warn-system des Bundes erforderliche Infrastruktur-Technik wurde in den letzten Wochen installiert und nun erfolgreich in Betrieb genommen.

 

Ab sofort wird die e*Message GmbH amtliche Gefahrenhinweise zur Warnung der Bevölkerung in Deutschland über ihr Netz verbreiten. „Die dafür erforderliche Technik wurde sachgerecht installiert, alle Tests verliefen erfolgreich“, bestätigte Holger Wigro, Einsatzleiter der Warnzentrale in der Zentralstelle für Zivilschutz, anlässlich der offiziellen Abnahme des Systems im Network Operation Center (NOC) von e*Message in Berlin. Amtliche Gefahrendurchsagen werden von den Zivilschutz-Verbindungsstellen und der Warnzentrale des Bundes direkt an das NOC gerichtet und von dort unverzüglich ausgestrahlt, je nach Auftrag entweder regional oder national. Im Verteidigungsfall, bei radiologischen oder anderen Gefahren erscheint dann auf dem Display der Funkrufempfänger der entsprechende Hinweistext.

Sichere Warnsysteme gewinnen zunehmend an Bedeutung

Die Zentralstelle für Zivilschutz hatte im September 2003 eine Vereinbarung mit der e*Message Deutschland GmbH abgeschlossen und sie beauftragt, die für die Anbindung an das satellitengestützte Warnsystem des Bundes notwendige technische Infrastruktur aufzubauen. Der Vertrag geht zurück auf eine in der Schriftenreihe „Zivilschutz-Forschung“, Band 45, erschienene Analyse zur frühzeitigen Warnung der Bevölkerung. In der 2001 nach dem 11. September veröffentlichten Studie heißt es, Funkruf eigne sich auch im Vergleich mit anderen Diensten „bezüglich seiner Funktion optimal für die persönliche Warnung“.

Die Warnung der Bevölkerung gewinnt zunehmend an Bedeutung. „Blackout“ im Osten der USA und in Italien sowie die Analyse von Folgen terroristischer Aktionen zeigen: Stromausfall auf Seiten der Infrastrukturen und der Endgeräte sowie der Ausfall von Verbindungsleitungen zwischen Sendestationen bilden die weitaus größten Risiken für ein Warnsystem. Die Funkrufdienste von e*Message sind, im Gegensatz zum Beispiel zu Mobiltelefondiensten, diesen Risiken nicht ausgesetzt. Um schnell eine breite Warnfähigkeit der Bevölkerung zu erreichen, wäre Funkruf im Handy die beste Lösung. Bei der Hochwasserkatastrophe im Sommer 2002 arbeitete das Netz von e*Message als einziges völlig störungsfrei und ermöglichte Einsatzkräften und Helfern eine durchgängige Kommunikation.

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