Europäische Initiative zur Warnung der Bevölkerung

12.04.2004

Vodafone, O2, e*Message und weitere Pagingnetzbetreiber starten gemeinsames Programm „Professional Alerting of Population“.

Warnung

Hannover, 19. März 2004. Die europäischen Pagingnetzbetreiber und zwei Industrievereinigungen haben eine Interessengruppe gebildet, um die Entwicklung eines hocheffizienten, flächendeckenden Alarmsystems zum Zivil- und Katastrophenschutz in Europa zu fördern. Das Programm „Professional Alerting of Population“ wird von der Wireless Messaging Association (Großbritannien) und der European Mobile Messaging Association mit Sitz in Genf unterstützt.

 

Über den Start einer europäischen Initiative "Professional Alerting of Population" (PAP) informierte eine Pressekonferenz am 19. März auf der CeBIT 2004. Die Initiative wird von deutschen, französischen und britischen Pagingnetzbetreibern, von der Wireless Messaging Association (WMA) und der European Mobile Messaging Association (EMMA) getragen. Weitere Netzbetreiber, Hersteller sowie staatliche Gremien kündigten an, sich ebenfalls an der Umsetzung des Programms beteiligen zu wollen.

"Nie gab es zwingendere Gründe, ein lokales, regionales und nationales Warnsystem zum Schutz der Bevölkerung zu betreiben, als in der heutigen Zeit, in der gravierende Gefahren wie Terrorismus, Naturkatastrophen und Industrieunfälle an der Tagesordnung sind", betonte Dr. Dietmar Gollnick, CEO der e*Message Group Europe, ein führender Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland und Frankreich.

Nach Ansicht von Derek Banner, Chairman der in Großbritannien angesiedelten Wireless Messaging Association, sollte ein Alarmsystem zum Schutz der Bevölkerung heute folgende Anforderungen erfüllen:

  • garantierte kurze Zustellzeiten, auch bei extremer Systembelastung,
  • sehr hohe Empfangssicherheit,
  • robuste Technologie mit minimalem Energieverbrauch (Standby-Zeit mindestens ein Monat),
  • extrem zuverlässige Übertragungstechnologie,
  • die Anwendung muss kostengünstig sein.

"Das Programm ‚Professional Alerting of Population’ erfüllt alle diese Voraussetzungen – dank der bewährten Pagingtechnologie und der nachgewiesenen Erfahrungen unserer Mitglieder", unterstrich Jacques Couvas, Chairman der EMMA, in Genf. "Die European Mobile Messaging Association unterstützt diese Initiative und erwartet, dass mehr als 20 Netzbetreiber und Provider sich an dem Projekt beteiligen. Die Terroranschläge auf die spanische Eisenbahn beweisen einmal mehr, dass kein Land gegen schwerwiegende Katastrophen immun ist", sagte Jacques Couvas weiter. Der von ihm geleiteten European Mobile Messaging Association gehören 45 Mitglieder aus 26 Staaten an.

Die Interessengruppe wird sich an die zuständigen regionalen, nationalen und EU-Gremien wenden, um die Umsetzung des Programms „Professional Alerting of Population“ auf europäischer Ebene einheitlich und systematisch voranzutreiben. Ein „White Paper: Professional Alerting of Population“ für Brüssel wird vorbereitet. Die Initiative PAP zielt auf die kurzfristige, kostenfreie Bereitstellung von mobilen Warndiensten, die bereits in zwei Jahren mehr als 50 % der Bevölkerung erreichen werden.

Weitere Informationen unter:
http://www.wirelessmessaging.org (Wireless Messaging Association, UK)
http://www.emma-info.com (European Mobile Messaging Association)

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