Digital zum Rettungseinsatz

07.12.2004

Vom Probe- zum Wirkbetrieb: Der Landkreis Osnabrück alarmiert seine hauptamtlichen Rettungskräfte jetzt über das e*BOS-Netz.

Pager

Mit dem Landkreis Osnabrück startet der flächendeckende Digitalfunk für Rettungsdienste und Feuerwehren in Deutschland. Die hauptamtlichen Rettungskräfte werden jetzt digital über das e*BOS-Alarmierungsnetz von e*Message zu den Einsätzen geholt.

 

Dafür wird eine von der RegTP im Sommer 2004 zugewiesene, exklusive Frequenz nur für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) genutzt. Die Frequenz gilt für ganz Deutschland und ist dementsprechend auslandskoordiniert.

Der Landkreis Osnabrück – flächenmäßig so groß wie Luxemburg – alarmiert seinen hauptamtlichen Rettungsdienst seit kurzem nicht mehr über das analoge Funknetz, sondern digital über das e*BOS-Alarmierungsnetz von e*Message. Dafür wird eine durch die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) zugewiesene, exklusive Frequenz nur für die BOS genutzt. Die Frequenz gilt für ganz Deutschland und ist dementsprechend auslandskoordiniert. Im täglichen Einsatz sind Meldeempfänger der neuen e*Alarm-Baureihe, konkret: der Text-Pager e*Alarm IV.

Hundertprozentige Funkversorgung auch in Tiefgaragen

Die Alarmierung erfolgt durch die Feuerwehreinsatz- und Rettungs-leitstelle im Osnabrücker Kreishaus. Sie steuert und betreut zehn Rettungswachen und acht Krankenhäuser der Notfallversorgung sowie 21 Gemeinden mit 91 Freiwilligen Feuerwehren, vier Werkfeuerwehren und zwei Kreisfeuerwehrbereitschaften. Allein 2003 waren über 37.000 Einsätze zu bewältigen, davon mehr als 32.000 Rettungseinsätze und Krankentransporte. Seit der Rettungsdienst die e*BOS-Alarmierung nutzt, hat sich die Situation deutlich entspannt: Die Alarmierung muss nicht mehr mit der Sprache um die Netzressourcen wetteifern.

Dem Wirkbetrieb ging vor einem Jahr ein dreimonatiges Pilotprojekt voraus, an dem Ortsfeuerwehren und Rettungswachen beteiligt waren. „Die Testergebnisse im Landkreis Osnabrück verliefen durchweg positiv“, heißt es im Abschlussbericht, den die Arbeitsgruppe Digitalfunk Niedersachsen (AG DiNi) unter Leitung des Innenministeriums gemeinsam mit dem Landkreis erstellte. Und: „Die Funkversorgung in dem von der Firma e*Message mit Senderstandorten ausgebauten Gelände war zu 100 % vorhanden. Selbst in Krankenhäusern und Tiefgaragen (2. Untergeschoss) lösten die Pager aus. Eine Inhouseversorgung ist sichergestellt.“

Innerhalb kurzer Zeit erweiterte e*Message sämtliche Basisstationen im Landkreis um die erforderliche e*BOS-Technik und schuf die Voraussetzungen für den Wirkbetrieb. Zur praktischen Überprüfung der durch die Netzplanung ermittelten Flächenversorgung wurden im Januar und im August 2004 dreitägige Messfahrten unter besonderer Berücksichtigung von bergigem Gelände, Gebäuden und Kellern durchgeführt. Die Messfahrtstrecke umfasste 1350 Kilometer und führte auch durch das Wiehengebirge und den Teutoburger Wald – eine topografisch ungünstige Lage. Fazit: Von 9.472 Funkrufen kamen alle an. Besonderer Nebeneffekt: Auch der außerhalb des Landkreises liegende, wichtige Teil der Autobahn A1 und weitere Zubringer zu Krankenhäusern außerhalb des Kreises sind versorgt. Das mittels e*BOS-Alarmierung zusätzlich erreichbare Umland entspricht flächenmäßig noch einmal der Größe des Landkreises.

Details unter: www.bos-alarmierung.de (Praxisbeispiel Osnabrück)

Copyright © e*Message 2014 | Impressum | Datenschutz