Alarmierung und Warnung: Bis hierher und wie weiter?

Alarmierung und Warnung: Bis hierher und wie weiter?

„Warten auf die Alarmierung im BOS-Digitalfunk?“ - eine akute Frage für viele der mehr als 200 Teilnehmer des 7. Nationalen Paging-Kongresses, der am 9. Februar 2009 in Berlin tagte. Insgesamt 14 Referenten, darunter der Präsident der Bundesanstalt THW, Dipl.-Ing. Albrecht Broemme, und der Vizepräsident der BDBOS, Ltd. KD Andreas Gegenfurtner, informierten über Fakten, Lösungen und Perspektiven.

Fakt ist: Seit der Verabschiedung des Roll-out-Plans kommt die Einführung des BOS-Digitalfunks für Sprache und Daten allmählich voran. In Hinblick auf die Alarmierung sind für die Kommunen jedoch viele Fragen offen. Voraussichtlich werden fast alle Anforderungen der polizeilichen BOS an den Sprechfunk erfüllt. Aber was wird aus den Anforderungen der nicht-polizeilichen BOS, also der rund 1,4 Millionen Mitglieder von Feuerwehren, Rettungsdiensten und Hilfsorganisationen? Erfolgreiche Praxisbeispiele für die digitale Alarmierung von Freiwilligen und Werkfeuerwehren kamen aus dem Landkreis Börde und der ThyssenKruppSteel AG. Über die international übliche Ergänzung des BOS-Digitalfunks für Sprache und Daten mit landesweiten Paging-Netzen für die Alarmierung referierte Derek Banner, Vorsitzender der European Mobile Messaging Association (EMMA). Seine Beispiele reichten von Großbritannien (Vodafone, PageOne) über Belgien und die Niederlande bis hin nach Israel.

Alarmierung und Warnung: Bis hierher und wie weiter?

Ein weiterer Schwerpunkt auf dem Kongress widmete sich dem Thema Warnung der Bevölkerung in Katastrophensituationen, einschließlich praktischer Demonstrationen. Während Amtsleiterin Marlis Cremer aus dem Kreis Aachen den Ist-Zustand aufzeigte und dringend notwendige Maßnahmen forderte, konnte Hans-Gerrit Möws, Leiter Warnung der Bevölkerung im BBK, erstmals über neue Schritte beim Ausbau des Satellitengestützten Warnsystem des Bundes (SatWas) informieren. Sirenen und Rauchwarnmelder kamen ebenso zur Sprache wie neu entwickelte Methoden mit nächtlichem Weckeffekt und der Option, Bürger in Notsituationen auf die Straße und Hausnummer genau warnen zu können. Eine entsprechende Technik führte der Paging-Netzbetreiber e*Message auf dem Kongress zum ersten Mal öffentlich vor.

Zu diesem Themenkomplex betonte Hartfrid Wolff (FDP), Mitglied des Bundestages und des Innenausschusses: “Es ist absehbar, dass der Bund im Katastrophenschutz finanziell Verantwortung übernehmen und sich nicht aus der Fläche zurückziehen darf. Und damit meine ich nicht das Strohfeuer der gegebenenfalls sich in Einzelmaßnahmen wiederfindenden Anteile des Innen-Nachtragshaushalts am Konjunkturpaket. Denn das wird nur einmalig vergeben. Nachhaltigkeit bei Strukturen und strukturunterstützenden Investitionen fehlt.” Wolff mahnte sachorientiertes Problembewusstsein ohne Panikmache an. Weitere Details entnehmen Sie bitte den Vorträgen im Download-Bereich.

Der führende Fachkongress zum Thema Alarmierung in Deutschland stand unter der Schirmherrschaft von Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), und wurde von Landesbranddirektor Wilfried Gräfling, Leiter der Berliner Feuerwehr, moderiert. Die Nationalen Paging-Kongresse werden seit 2003 jährlich in Kooperation mit dem DFV veranstaltet. Der 8. Nationale Paging-Kongress findet am 22.02.2010 statt.

Informationen zum Kongress

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info@bos-alarmierung.de

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