Antworten auf häufig gestellte Fragen

e*Message beantwortet Fragen, die auf Messen, Konferenzen und nach Vorträgen immer wieder an das Unternehmen gestellt werden. Falls Sie weitere Aspekte interessieren, richten Sie Ihre Fragen bitte an: info[at]bos-alarmierung.de


A - Einführung: BOS-Digitalfunk und Alarmierung

1. Was bedeutet die Abkürzung BOS?

BOS steht für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben. Dazu gehören: Polizei der Länder und des Bundes, Verfassungsschutzbehörden, Zoll, Technisches Hilfswerk, Feuerwehren, Rettungsdienste, Katastrophenschutzverwaltungen.

2. Bis wann soll das neue BOS-Digitalfunknetz entstehen?

Ziel war es, bis zum Jahr 2010 in Deutschland ein bundeseinheitliches digitales Sprech- und Datenfunknetz für die BOS aufzubauen. Zur Zeit geht man eher davon aus, dass erst 2012 in allen Bundesländern die Forderungen aus den technischen Spezifikationen für das neue BOS-Digitalfunknetz umgesetzt sind. Diese Spezifikationen gewährleisten zwar Sprech- und Datenfunk, nicht jedoch die Alarmierung in der benötigten Flächendeckung.

3. Welche Technologien eignen sich am besten für das neue Digitalfunknetz?

Das Interessenbekundungsverfahren vom März 2002 sollte u. a. dazu beitragen, Vor- und Nachteile unterschiedlicher Technologien herauszufinden. Angeboten wurden zum Beispiel TETRA, TETRAPOL, GSM und – in einem speziellen Modell von e*Message – auch Funkruf. Die drei erstgenannten Technologien bedürfen der Ergänzung durch Paging (englisch für Funkruf), um u. a. die Erreichbarkeit flächendeckend und innerhalb von Gebäuden zu gewährleisten, viele Einsatzkräfte gleichzeitig zu informieren und weitere Anforderungen der Feuerwehren an die Alarmierung zu erfüllen. Auf die Ausschreibung zum Sprech- und Datenfunknetz von 2005 bewarben sich Unternehmen, die entweder TETRA oder GSM als Basistechnologie für das Netz favorisierten. Die ausschreibende Behörde hat eine Vorentscheidung für TETRA getroffen. Flächendeckende TETRA-Netze finden in landesweiten Alarmierungsnetzen (wie von e*Message angeboten) ihre beste Ergänzung.

4. Warum wird ein neues digitales Netz für die BOS errichtet?

Die analoge Technik wird in einigen Bundesländern bereits mehr als 20 Jahre genutzt, ist entsprechend störanfällig und nicht abhörsicher. Es handelt sich um heterogene Strukturen, die ein koordiniertes Zusammenwirken der verschiedenen BOS erheblich erschweren oder gar unmöglich machen. Das ist im Interesse von Menschenleben aber unabdingbar, wie die Ereignisse vom 11. September 2001 in New York oder vom 7. Juli 2005 in London beweisen.

Eine Verpflichtung für den Aufbau des neuen Netzes ergibt sich auch aus dem Schengener Übereinkommen – die Mitgliedsstaaten haben infolge der Grenzöffnungen beschlossen, Kommunikationsnetze zu errichten, die eine rasche, länderübergreifende Zusammenarbeit ermöglichen (in Sicherheitsfragen, zur Strafverfolgung, bei Rettungseinsätzen).

5. Ist die Weiternutzung der jetzigen Alarmierungsnetze nach Errichtung des BOS-Digitalfunknetzes vorgesehen?

Nein, die analogen Netze sollen laut Beschluss der Innenministerkonferenz vom 6.12.2002 und den darauf aufbauend erarbeiteten Unterlagen durch das neue digitale Sprech- und Datenfunknetz ersetzt werden. Zu den vereinzelt bestehenden digitalen Inselnetzen wurden keine Aussagen getroffen. Deren Zersplitterung widerspricht aber vielen Punkten der umzusetzenden Konzeption, u.a. deutschlandweite Erreichbarkeit, Betreibermodell, unabhängige Beschaffung von Endgeräten am Weltmarkt, einheitliche Lösung.

6. Bundesweit arbeiten rund 30 % der Alarmierungsnetze digital. Warum sind es noch so wenige? Haben analoge Systeme doch noch eine Chance?

Für die bisherigen Netze sind hohe Investitionen nötig, die in Zeiten knapper Kassen immer weniger aufgewandt werden können. Die insularen digitalen Alarmierungsnetze der 90-er Jahre (in Deutschland im 2m-Frequenzband) sind lokal beschränkt, unterstützen nicht ausreichend die kommenden Regionalleitstellen und sind funktechnisch – ohne Zusatznutzen – aufwändig. Aus technischer Sicht kann auch mit den bestehenden analogen Netzen noch eine gewisse Zeit weiter alarmiert werden. Wie lange diese Funknetze nach dem Beginn der Einführung des neuen BOS-Digitalfunks im Parallelbetrieb zu den neuen Netzen aufrecht erhalten werden können, bleibt abzuwarten. Schon allein aus Kostengründen höchstens noch zwei bis drei Jahre. Eine wichtige Begründung für die Einführung des Digitalfunks war und ist der Wegfall jeglicher Kosten für die alten analogen Netze. Also die Tage der analogen Alarmierung sind gezählt, die Systeme sind technisch und moralisch verschlissen. Alarmiert wird im Wettbewerb mit Ressourcen des analogen Sprechkanals.

7. Die den Kommunen unterstehenden Freiwilligen Feuerwehren machen einen großen (zusätzlichen) Kostenfaktor aus. Ist es angesichts leerer Haushaltskassen da nicht richtig, die Notwendigkeiten der Kommunen (Mindest-Ist-Stand „stille Alarmierung“ für Freiwillige Feuerwehren) aus dem Anforderungskatalog für ein neues BOS-Netz auszuschließen?

Dem Vernehmen nach ist das in der Ausschreibung für das neue Digitalfunknetz der BOS bereits geschehen. Einzelne Bundesländer, so Schleswig-Holstein, haben auch schon in offizieller Dokumentation festgestellt, dass es keine Alarmierung im Rahmen der Sprech- und Dateninfrastruktur geben wird. Den Kommunen ist es auch nicht möglich, auf Dauer die analogen 4-m-Netze allein wegen der Alarmierung weiter zu betreiben.

Wie international üblich und entsprechend den Standards, ist ein ergänzendes landesweites, flächendeckendes Paging-Netz für die Alarmierung die Lösung, die am schnellsten mit den geringsten Kosten und mit der höchsten Qualität die Alarmierung der Feuerwehren und freiwilligen Kräfte gewährleistet.

Gemeinsam mit den Partnern im Sprech- und Datenfunk treibt e*Message diese Lösung voran. Sie ist ein Angebot an alle, die mit den alten Lösungen (analog, insulare 2-m-Alarmierung) nicht mehr (lange) arbeiten können und sich auf eine in das neue Digitalfunknetz integrierte, moderne Lösung stützen möchten.

8. Was kostet ein deutschlandweites Alarmierungsnetz?

Das hängt stark davon ab, ob man hersteller-unabhängig ausschreiben kann, wie schnell und mit welchem Aufwand man das immer komplizierter werdende Standortproblem lösen kann.

Von der Firma Swissphone wurden 115 Millionen Euro als Investitionssumme genannt. Nicht gerechnet wurden hier die laufenden Kosten für Wartung und Miete, für Ersatzbeschaffung in 10 Jahren und für Meldeempfänger mit einem Stückpreis von etwa 250 Euro und mehr. Das Netz würde keine deutschlandweite Alarmierung gewährleisten, sondern eine Aneinanderreihung von Inselnetzen darstellen mit den Folgen der Nichterreichbarkeit von Teilnehmern in einem "fremden" Netz und den heute schon in fast jedem existierenden 2-m-Netz bekannten technischen Problemen. Hunderte oder Tausende Standorte für den Funk in einer immer komplizierter bis unmöglich gewordenen Akzeptanzumgebung müssten akquiriert werden.

Der Aufbau einer TETRA-Infrastruktur, die zumindest die Versorgungsanforderungen an die Alarmierung erfüllt, würde Deutschland mehr als 10 Milliarden Euro kosten. Die Endgeräte werden nach Herstellerangaben zwischen 600 und 1000 Euro betragen. Zu ergänzen ist, dass weder TETRA noch TETRAPOL oder GSM/R (GSM mit ASCI-Funktionalität) die spezifischen Paging-Funktionalitäten, wie garantierte Zustellzeit bei Gruppenalarmierung über große Flächen, aus Gründen der Architektur der Sprech- und Datennetze erfüllen können.

e*Message hat in einer Presseerklärung mitgeteilt, dass für die Versorgung Deutschlands über 10 Jahre, inklusive aller Wartungs- und Ersatzbeschaffungskosten, von 50 bis 100 Millionen Euro auszugehen ist, die zu Lasten des Betreibers e*Message gehen. Bei einer zentralen Beauftragung sind eher Kosten zutreffend, die näher an der unteren Grenze liegen. Die Standorte sind zu mindestens 95 % vorhanden. Der Aufbau kann innerhalb weniger Monate abgeschlossen werden. Es bedarf "lediglich" des Nachrüstens von vorhandenen Standorten mit Sendereinschüben. Die Standorte sind die besten in Deutschland verfügbaren.

9. Wie viele Sendestandorte werden überhaupt gebraucht?

Das steht in engem Zusammenhang mit der Versorgungsgüte und den für die Funkversorgung durch die Bundesnetzagentur erlaubten Parametern. Je dichter die Sendestationen, desto höher die Kosten und der Zeitaufwand. Bestehende Netze haben diese teils sehr schwierigen Standortfragen bereits geklärt.

e*Message ist einziger Funkrufanbieter mit einer landesweiten Lizenz der Bundesnetzagentur. Diese Lizenz schließt hohe Sendestandards und zum Beispiel auch die Auslandskoordinierung der Frequenzen ein.

10. Von einigen Bundesländern im Süden und Westen Deutschlands hört man, dass dort das neue BOS-Digitalfunknetz für Sprache und Daten auch für die Alarmierung ausgelegt werden soll. Ist das möglich?

Nein: Die physikalischen Gesetze lassen sich nicht verbiegen. Selbst wenn jemand bis zu 10 % mehr Flächenversorgung als bei GAN (abgestimmter Leistungsstandard für das Digitalfunknetz) bezahlen möchte, sind immer noch etwa 80 % des Bundeslandes für die Alarmierung nicht versorgt. Außerdem sind die für den Digitalfunk vorgesehenen TETRA-Netze wegen ihrer zellularen Struktur nicht geeignet, in Lastfällen gleichzeitig an viele Adressaten mit garantierter Zustellungszeit zu übertragen.

Sinnvoll ist es, das TETRA-Netz durch ein flächendeckendes Alarmierungsnetz zu ergänzen und beide Netze unter einheitlicher Softwareoberfläche aus den Leitstellen zentral bedienen und nutzen zu lassen.

B - Was bietet e*Message?

1. Sie haben 2004 begonnen ein flächendeckendes e*BOS-Alarmierungsnetz aufzubauen. Wie weit sind Sie bis heute damit gekommen und wo planen Sie weitere e*BOS-Systeme aufzubauen?

e*Message betreibt schon seit Anfang 2000 in Deutschland und Frankreich flächendeckend professionelle Alarmierungsnetze. Der Start der e*BOS-Alarmierung in einem separaten und für die deutschen BOS exklusiven Alarmierungsnetz wurde notwendig, um die hohen Anforderungen hinsichtlich kurzer Alarmierungszeiten, gesicherter Zugänge und bester Verfügbarkeit auch in extremen Lastsituationen zu gewährleisten. Mittlerweile sind 15 bis 20 Prozent der Deutschland versorgenden Standorte auch e*BOS-Standorte. In wenigen Monaten wären die weiteren 80 bis 85 Prozent nachrüstbar, immer mit einem Vorsprung zum geplanten BOS-Digitalfunk. Konkret: Mit einer "Bestellfrist" von drei Monaten ist die e*BOS-Alarmierung in jedem Landkreis Deutschlands möglich. Natürlich investieren wir bedarfsgerecht, d.h. zuerst dort, wo Bedarf bei Feuerwehren und Rettungsdiensten besteht. Dazu gehören auch immer mehr Werkfeuerwehren im gesamten Bundesgebiet. In diesem Jahr geht der Ausbau insbesondere in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und in Nordrhein-Westfalen weiter.

2. Welche Lösung bietet e*Message?

e*Message bewirbt sich n i c h t um den Gesamtaufbau des neuen Sprech- und Datenfunknetzes. Das Unternehmen bietet für die Zielgruppe Feuerwehren, Rettungsdienste und Hilfsorganisationen eine kostengünstige Lösung: Die mehr als 1 Mio. Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren benötigen vor allem einen Meldeempfänger / Pager zur Alarmierung des Einzelnen / von Gruppen. Sie brauchen kein BOS-Handy mit Telefonfunktion und kein teures TETRA-Endgerät. Vor allem müssten für diese teuren Endgeräte ja auch die Netze aufgebaut sein. Im Unterschied zum existierenden Standortnetz der e*Message ist im neuen Digitalfunknetz für die Flächenländer nur eine Flächendeckung von 10 bis 20 % des Alarmierungsnetzes der e*Message geplant.

Durch den Einsatz von Meldeempfängern / Pagern sinken die Kosten massiv: Das Paging-Netz existiert bereits, es kann sofort genutzt werden, auch landkreisweise (dennoch mit deutschlandweitem Aktionsradius), und zu gegebener Zeit schrittweise in das neue Digitalfunknetz der BOS integriert werden (als "Netz im Netz"). Paging erfüllt die Anforderungen der Freiwilligen Feuerwehren schon heute: überall, auch in Kellern, Fahrstühlen oder in Gebäuden mit dicken Wänden, erreichbar zu sein und viele Mitglieder gleichzeitig zu alarmieren. Das können weder GSM / SMS noch TETRA oder TETRAPOL.

Sollte das nach dem TETRA-Standard geplante BOS-Netz diese speziellen Funktionen bieten, müsste es extrem engmaschig, mit wesentlich mehr Sendestationen aufgebaut werden – dadurch würden die Kosten um mehrere Milliarden Euro steigen und die Inbetriebnahme sich um Jahre verzögern. Nicht nur das Netz, auch die Endgeräte sind bei einer Paging-Lösung deutlich billiger: Ein BOS-Endgerät kostet zwischen 600 und 1.000 €, ein Pager ab 165 €.

e*Message kooperiert mit Sprech- und Datenfunkbetreibern, ist im Großraum Berlin seit Ende 2005 selbst Betreiber eines solchen Netzes und ist offen für Kooperationen in einem Konsortium.

3. Sie haben 2004 begonnen ein flächendeckendes e*BOS-Alarmierungsnetz aufzubauen. Wie weit sind Sie bis heute damit gekommen und wo planen Sie weitere e*BOS-Systeme aufzubauen?

e*Message betreibt schon seit Anfang 2000 in Deutschland und Frankreich flächendeckend professionelle Alarmierungsnetze. Der Start der e*BOS-Alarmierung in einem separaten und für die deutschen BOS exklusiven Alarmierungsnetz wurde notwendig, um die hohen Anforderungen hinsichtlich kurzer Alarmierungszeiten, gesicherter Zugänge und bester Verfügbarkeit auch in extremen Lastsituationen zu gewährleisten. Mittlerweile sind 15 bis 20 Prozent der Deutschland versorgenden Standorte auch e*BOS-Standorte. In wenigen Monaten wären die weiteren 80 bis 85 Prozent nachrüstbar, immer mit einem Vorsprung zum geplanten BOS-Digitalfunk. Konkret: Mit einer "Bestellfrist" von drei Monaten ist die e*BOS-Alarmierung in jedem Landkreis Deutschlands möglich. Natürlich investieren wir bedarfsgerecht, d.h. zuerst dort, wo Bedarf bei Feuerwehren und Rettungsdiensten besteht. Dazu gehören auch immer mehr Werkfeuerwehren im gesamten Bundesgebiet. In diesem Jahr geht der Ausbau insbesondere in Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und in Nordrhein-Westfalen weiter.

4. Welche Lösung bietet e*Message?

e*Message bewirbt sich n i c h t um den Gesamtaufbau des neuen Sprech- und Datenfunknetzes. Das Unternehmen bietet für die Zielgruppe Feuerwehren, Rettungsdienste und Hilfsorganisationen eine kostengünstige Lösung: Die mehr als 1 Mio. Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren benötigen vor allem einen Meldeempfänger / Pager zur Alarmierung des Einzelnen / von Gruppen. Sie brauchen kein BOS-Handy mit Telefonfunktion und kein teures TETRA-Endgerät. Vor allem müssten für diese teuren Endgeräte ja auch die Netze aufgebaut sein. Im Unterschied zum existierenden Standortnetz der e*Message ist im neuen Digitalfunknetz für die Flächenländer nur eine Flächendeckung von 10 bis 20 % des Alarmierungsnetzes der e*Message geplant.

Durch den Einsatz von Meldeempfängern / Pagern sinken die Kosten massiv: Das Paging-Netz existiert bereits, es kann sofort genutzt werden, auch landkreisweise (dennoch mit deutschlandweitem Aktionsradius), und zu gegebener Zeit schrittweise in das neue Digitalfunknetz der BOS integriert werden (als "Netz im Netz"). Paging erfüllt die Anforderungen der Freiwilligen Feuerwehren schon heute: überall, auch in Kellern, Fahrstühlen oder in Gebäuden mit dicken Wänden, erreichbar zu sein und viele Mitglieder gleichzeitig zu alarmieren. Das können weder GSM / SMS noch TETRA oder TETRAPOL. Sollte das nach dem TETRA-Standard geplante BOS-Netz diese speziellen Funktionen bieten, müsste es extrem engmaschig, mit wesentlich mehr Sendestationen aufgebaut werden – dadurch würden die Kosten um mehrere Milliarden Euro steigen und die Inbetriebnahme sich um Jahre verzögern. Nicht nur das Netz, auch die Endgeräte sind bei einer Paging-Lösung deutlich billiger: Ein BOS-Endgerät kostet zwischen 600 und 1.000 €, ein Pager ab 140 €.

e*Message kooperiert mit Sprech- und Datenfunkbetreibern, ist im Großraum Berlin seit Ende 2005 selbst Betreiber eines solchen Netzes und ist offen für Kooperationen in einem Konsortium.

5. Wie schnell ist die e*Message-Lösung umsetzbar?

Die Umsetzung von der Beauftragung bis zum Betrieb dauert in der Regel 3 bis 4 Monate.

6. Ist der Dienst überall in Deutschland verfügbar?

Ja, und er ist im Einsatzfall auch deutschlandweit nutzbar.

7. Welche Vorteile hat das Angebot von e*Message für die BOS?

Sofort verfügbare deutschlandweite Lösung
Im GAN-Dokument wird für Sprache und Daten ein deutschlandweiter Ansatz gefordert. Insellösungen, wie sie heute in manchen Kreisen betrieben werden, erfüllen diese Anforderung nicht. Niemand würde auf die Idee kommen, GSM-Netze oder TETRA-Netze landkreisweise insular zu gestalten, schon wegen der Kosten nicht und um nicht in wirtschaftlich widersinnige Abhängigkeiten von Herstellern zu geraten. e*Message bietet der Kommune die Möglichkeit, heute für sich zu entscheiden und morgen – wenn gewünscht – Teil eines größeren Netzes zu sein, mit sogar größeren einsatztaktischen Möglichkeiten in der jeweiligen Leitstelle.

Bezahlbare und machbare Lösung
Die Antennenstandorte des professionellen e*Message-Angebotes für die BOS stehen. Wenn es zu einzelnen Nachrüstungen wegen spezifischer Wünsche der Nutzer kommen sollte, dann handelt es sich um 100 bis 150 zusätzliche Standorte deutschlandweit. Demgegenüber gehen die Anbieter insularer Alarmierungslösungen von zusätzlichen 9000 (!) Basisstationen aus, die in den nächsten Jahren und Jahrzehnten errichtet werden müssten. Eine abenteuerliche Vorstellung, wenn man die immer geringere Akzeptanz der Bevölkerung, den Zeitraum und die Funktionalität (Inseln) berücksichtigt.

8. Gibt es noch konkretere Vorteile der e*Message-Lösung?

Da sind sowohl technische als auch kommerzielle und einsatztaktische Vorteile zu nennen. Wir bieten in einem nicht-öffentlichen Alarmierungsnetz ausschließlich für die Feuerwehren, Rettungsdienste und Hilfsorganisationen eine Dienstleistung an, die eine Alarmierung der Einsatzkräfte weit unter 30 Sekunden und für alle Teilnehmer gleichzeitig gewährleistet. Diese Dienstleistung wird flächendeckend im jeweiligen Alarmierungsgebiet, in der Regel über die Landkreisgrenzen hinaus, also entsprechend den gegenwärtigen Verkehrsbewegungen der Nutzer, zu einem knapp kalkulierten Preis angeboten.

Das verwendete technische Verfahren POCSAG ist weltweit anerkannt, standardisiert, die Meldeempfänger sind preiswert erhältlich. In einigen unserer Netze werden übrigens auch Meldeempfänger unserer Wettbewerber genutzt. Wie bei jeder Dienstleistung kann auch bei der e*BOS-Alarmierung der Nutzer über die Nutzungsdauer entscheiden. Alle Aufwendungen für Full Service, ggf. Netzerweiterungen, Austausch technisch veralteter Netztechnik sind im Preis enthalten.

Noch zwei Vorteile: Nach der Entscheidung für unser System kann die e*BOS-Alarmierung nach ein paar Monaten vollständig genutzt werden. Einmalige hohe Anfangsinvestitionen für Infrastruktur und in Folge für Wartung und Service entfallen. Die Weiterentwicklung der Technologie ist im Preis inbegriffen. Keine finanziellen "Überraschungen". Und: Die Funkausleuchtung kann vor Auftragserteilung kostenfrei in der Praxis überprüft werden. Dies ist ein immenser Wettbewerbsvorteil gegenüber Vorhaben, bei denen das Versprechen der guten Funkversorgung lediglich auf theoretischen Berechnungen basiert.

9. Bietet e*Message ein öffentliches Funkrufnetz an?

Nein, e*Message bietet für die BOS ein völlig separates, auf exklusiven Frequenzen arbeitendes Netz, ohne Last von Fremdnutzern. Den Nutzern werden verschiedene Stufen der „Herrschaft“ über dieses Netz angeboten. Die Arbeit in der Leitstelle wird derart aussehen, dass der Diensthabende den Eindruck eines eigenen Netzes hat („Netz im Netz“). In dieses Angebot bringt e*Message nicht nur die Erfahrungen als europäischer Marktführer im Funkrufbetrieb ein, sondern auch die seines Managements im europäischen Bündelfunk (TETRA und andere).

10. Welche Meldeempfänger werden im e*Message-Netz der BOS genutzt?

e*Message bietet Meldeempfänger zu Preisen ab 140 Euro an. Die Meldeempfänger werden – statt wie bisher bei den BOS von einem, maximal zwei Herstellern – weltweit ausgeschrieben und abhängig von Leistung und Preis beschafft. Bei den heute noch zum nicht geringen Teil betriebenen Alarmierungsnetzen für die Feuerwehren werden Meldeempfänger von sehr wenigen Herstellern bezogen. Das führt zu erheblicher Abhängigkeit, die sich u. a. in hohen Kaufpreisen niederschlägt. Der (oder die) zukünftige(n) Netzbetreiber für die BOS muss sowohl für den Sprechfunk als auch für die Alarmierung auf marktgängige Geräte und Beschaffung achten.

11. Ist die Nachrichtenlänge bei der e*BOS-Alarmierung auf 80 Zeichen limitiert?

Nein, es können auch wesentlich längere Texte übertragen werden.

12. Welches Alarmierungsprotokoll wird verwendet?

Das international mit Abstand am weitesten verbreitete Übertragungsprotokoll ist POCSAG – de facto ein weltweiter Standard. Zig Millionen Endgeräte sind bereits im Einsatz. POCSAG wird bei allen bekannten digitalen Alarmierungsnetzen in Deutschland verwendet. Auch e*Message betreibt mehrere POCSAG-Frequenzen für kommerzielle Nutzer. Hersteller bieten optional Verschlüsselung an.

13. Sind die Pager (DME), die im Netz von e*Message einzusetzen wären, weniger leistungsfähig als die heute in der digitalen Alarmierung genutzten?

Nein, im e*Message-Netz können wegen seines weltweiten Standards (POCSAG) prinzipiell alle Pager-Typen eingesetzt werden, wenn sie den funktechnischen Kriterien der Bundesnetzagentur entsprechen. Das erweitert die Auswahl von bislang 2 auf mindestens 50 Hersteller und bringt Stückzahlenvorteile und Zukunftssicherheit. Preisunterschiede ergeben sich vor allem aus der Stückzahl und aus der Größe des Displays. e*Message bietet feuerwehrtaugliche Endgeräte zu einem Preis ab 140 Euro an. Wobei e*Message nicht daran interessiert ist, an Endgerätepreisen (mit) zu verdienen, sondern möglichst viele Teilnehmer gewinnen möchte, darunter auch jene freiwilligen Kräfte, die heute überhaupt noch nicht mit Alarmierungstechnik ausgestattet sind.

14. Gibt es ex-geschützte Meldeempfänger?

Ja, zusätzlich zu den digitalen Meldeempfängern e*Alarm V, e*Alarm IV und e*Alarm II bietet e*Message auch einen explosionsgeschützten BOS-Meldeempfänger an. Er ist vor allem von Werkfeuerwehren in großen Industrieunternehmen sehr gefragt.

15. Bietet e*Message seinen Dienst e*Cityruf den BOS an?

Nein, aber die BOS können diesen bewährten, preiswerten Dienst für professionelle Nutzer gern in Anspruch nehmen. Das entspricht jedoch nicht dem Angebot von e*Message an die BOS. Bei der e*BOS-Alarmierung handelt es sich um ein völlig eigenständiges Netz mit eigener Frequenz, eigener Zuführung, eigener Zentrale und erheblich verringerten Rufzeiten. Fremdnutzer können in das Netz in keiner Weise eindringen. Die Alarmierung erfolgt innerhalb weniger Sekunden, weitere Alarmierungen folgen sofort anschließend im Sekundentakt. Die zu alarmierenden Gruppen können beliebig groß sein (keinerlei Begrenzung) und sich, wenn gewünscht bzw. erforderlich, beliebig in Deutschland (keinerlei Begrenzungen) aufhalten.

Mit e*Cityruf hat das BOS-Netz eine große Zahl der Basisstationen gemeinsam, meist bestexponierte Standorte und TV-Türme. Das erhöht die Verfügbarkeit und die Versorgungsgüte noch weiter, wie sich auch während der Hochwasserkatastrophe im Sommer 2002 zeigte. Das satellitengestützte Netz von e*Message arbeitete im Gegensatz zu allen anderen Netzen als einziges völlig störungsfrei. Wegen der exponierten Standorte und der redundanten Zuleitung gab es keinerlei Ausfälle durch Stromunterbrechung, Überflutung, zerstörte Querleitungen oder Überlast.

16. Vielleicht ist eine Alarmierung wie die von e*Message vorgeschlagene gegenüber der jetzt praktizierten preiswerter, aber wie soll sie ohne Geld in den jeweiligen Haushalten bezahlt werden?

Es ist Geld in den Haushalten. Wartung und Betreuung verursachen laufende Kosten. Hinzu kommt die jährliche Neubeschaffung von Endgeräten (40.000 Stück pro Jahr) zu Preisen, die jene von e*Message vorgeschlagenen um ein Vielfaches überbieten. Diese Gelder können umgelenkt werden in Geräte, die auf dem neuen Netz von e*Message laufen und auch nach einer schrittweisen Integration in das zu errichtende Digitalfunknetz der BOS nutzbar wären. Es gibt also einen finanzierbaren und haushaltstechnisch gangbaren Weg der Umstellung auf eine Lösung, die weitere Vorteile bietet. Zum Beispiel die Erreichbarkeit der lokalen Einsatzkräfte überall in Deutschland, wenn ein Hilfs- und Katastrophenfall von nationalen Ausmaßen vorliegt.

17. Wie sehen Sie die Konkurrenz zu einer eventuellen künftigen integrierten Alarmierungslösung in Digitalfunkgeräten?

Da gibt es aus Sicht von e*Message keine Konkurrenz. Im Gegenteil, e*Message würde es begrüßen, wenn ein Hersteller auf dem europäischen Markt ein TETRA-Handfunkgerät mit integriertem POCSAG-Modul anbieten würde, um auch in nicht ausreichend funkversorgten Bereichen des TETRA-Netzes durch e*BOS alarmieren zu können.

Aber die Frage meint sicher so genannte Alarmierungslösungen in TETRA-Netzen, also „Messaging“ mittels Short Data Services (SDS). Messaging in TETRA-Netzen ist nicht standardisiert, man würde dazu mindestens ein flächendeckendes TETRA-Netz mit Handfunkgeräteversorgung in Gürteltrageweise und erhöhte Übertragungskapazitäten als Reserven für Katastrophen- und andere extreme Situationen vorhalten müssen. Außer in einigen wenigen städtischen Gebieten ist das unrealistisch. TETRA-Netze sind kleinzellige Kommunikationsnetze für Sprache und Daten, nicht für so genannte Punkt-zu-Multipunkt-Anwendungen (Paging) geeignet. In allen europäischen Länder, die bereits TETRA für die BOS nutzen, sind zu den Sprech- und Datenfunknetzen redundante großflächige Paging-Netze nach POCSAG im Einsatz. Beispiele: Belgien, Niederlande, Großbritannien – hier sind PageOne und Vodafone die Paging-Betreiber.

18. Stimmt es, dass es zu Versorgungseinschränkungen kommt, wenn ein Sender im e*Message-Netz ausfällt?

e*Message nutzt die deutschlandweit besten Standorte, meist Fernsehtürme und andere mehrfach redundant gesicherte Einrichtungen. Die Sendeleistung ist optimal mit bis zu 100 Watt implementiert und erlaubt außer der Inhouse-Versorgung auch die Übernahme von Sendefunktionen für Nachbarzellen. Dem gegenüber beträgt die Leistungsabgabe bei insularen Alarmierungsnetzen oder die der zellularen Netze (GSM-typische, TETRA, Tetrapol) systembedingt nur einen Bruchteil.. Während der Hochwasserkatastrophe 2002 war das e*Message-Netz das einzig durchgängig verfügbare.

19. Ist es richtig, dass e*Message eine Überwachung der Sendestandorte sicherstellt?

Ja, alle Standorte werden rund um die Uhr überwacht, und wenn notwendig, wird die betreffende Basisstation unverzüglich wieder instandgesetzt. In der Regel wird der Nutzer davon nichts merken, da die Funkzellen des e*Message-Netzes stark überlappend sind, und der Ausfall eines Senders weitestgehend kompensiert werden kann. Lösungen, die die so genannte Rufbereitschaft des Wartungspersonals per SMS (!) realisieren, sind problematisch und werden den hohen Anforderungen der BOS nicht gerecht.

20. Ist es richtig, dass die Kosten der Länder und Kommunen bei Nutzung der e*Message-Lösung weit unterhalb der Kosten liegen, die für den Ausbau des digitalen BOS-Netzes für die Alarmierung notwendig wäre?

Ja, und auch weit unterhalb der Kosten, die für den Aufbau und Betrieb einer so genannten Digitalen Alarmierung (Aneinanderreihung von Insellösungen) entstehen würden. Weitere Einsparungen in außerordentlicher Höhe entstehen durch die Freiheit des Nutzers, die Preisklasse des Endgerätes selbst zu wählen. e*Message stellt selbst oder über Partner Endgeräte bereit, die ab 140 € kosten. Dies entspricht einem Bruchteil der Kosten für einen Pager, wie er heute bei den Insellösungen der Digitalen Alarmierung (DA) oder bei Nutzung des analogen BOS-Netzes vorkommen.

21. Ist es sinnvoll, auch bei existierender DA („Digitale Alarmierung“) im Landkreis über die professionelle e*Message-Lösung für die Ersatzbeschaffung von Meldeempfängern nachzudenken?

Ja, da e*Message den Nutzern BOS-gerechte Pager zu Weltmarktpreisen anbieten kann (ab 140 €), ist es häufig sinnvoll, Ersatzbeschaffungen im e*Message-Netz zu tätigen und langsam vom analogen Netz bzw. der DA auf die professionelle e*Message-Lösung zu migrieren. Bereits heute und vor allem zukunftssicher. Dual-Mode-Lösungen sind ebenfalls denkbar, aber teurer. Übrigens: Auch e*Message bietet „digitale Alarmierung“. Genau wie bei den insularen Systemen wird auch hier das POCSAG-Protokoll verwandt. Hinzu kommen jedoch viele Vorteile der flächendeckenden Alarmierung durch e*Message, die in Konzept, Technik und Physik begründet liegen.

22. Da die Finanzierung der Dienstleistung von e*Message über langfristige Verträge funktioniert, gibt die Kommune die Netzautonomie auf. Ist das nicht ein Nachteil?

Nein, die Kommune gibt auch nicht ihre Autonomie über die Netzanwendung auf. Im Gegenteil, die langfristige Bindung fordert den Betreiber, ständig den Stand der Technik zu realisieren, ohne bei jeder Verbesserung mit finanziellen Nachforderungen zu kommen. Die Kommune konzentriert sich auf die Lösung der Probleme rund um den Einsatz der Feuerwehren. Von der Kommune ist der Druck genommen, einem defacto-Duopol von Herstellern ausgeliefert zu sein. Mögliche wirtschaftliche Schwierigkeiten oder Strategieänderungen eines Herstellers berühren die Nutzer nicht. Des weiteren ist im Ernstfall über entsprechende "Heimfallregelungen" die Funktionsherrschaft der BOS über das bundesweite professionelle Alarmierungsnetz gewährleistet.

Endgeräte können frei am Markt selbst, über Partner oder den Netzbetreiber erworben werden. Die einsatztaktische Kompetenz der Leitstelle (oft der Kommune) wird gestärkt. Die Ideologie der Betreiberschaft entspricht den Forderungen des "GAN"-Dokumentes für das gesamte Sprech- und Datennetz der BOS. (GAN steht für "Gruppe ‚Anforderungen an das Netz". Diese Gruppe legte Mindestanforderungen in einem Katalog vom Oktober 2002 fest.)

Die Spezialisierung in Betreiber und Nutzer ist auch Stand der europäischen Wirtschaft und Technik. So werden zum Beispiel 80% der Feuerwehren in der Schweiz über den dortigen öffentlichen Betreiber alarmiert.

23. Bei den jetzt von der Kommune betriebenen Netzen werden zentrale Bestandteile des Netzes doppelt ausgelegt bzw. Ersatz steht bereit. Wie stellt e*Message den Betrieb des Netzes sicher?

e*Message ist durch die Bundesnetzagentur (BuNetzA, früher Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation (RegTP)) und die entsprechende französische Einrichtung (ART) lizenzierter landesweiter Betreiber. Dementsprechend genügen die redundante Auslegung der Komponenten allerhöchsten Ansprüchen. Sogar darüber noch hinaus gehende weitere Redundanzen sind nach Vereinbarung unkompliziert realisierbar.

24. Können im Alarmierungsnetz von e*Message auch Endgeräte eingesetzt werden, die von Herstellern der DA stammen?

Ja, das wird bereits praktiziert. Der Endkunde sollte auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und die Funktionalität seiner Endgeräte achten, denn er hat die freie Wahl des Pagers.

C - TETRA und andere Technologien

1. Hersteller haben versichert, dass Paging mit TETRA oder TETRAPOL realisierbar ist. Wäre das nicht die Lösung für die Forderungen der Feuerwehren?

Unserer Kenntnis nach sind dies Informationen aus dem Vortrag eines sehr großen und profilierten Anbieters, der im Jahr 2003 zum Beispiel auch noch davon ausging, dass sich Tetrapol am Markt durchsetzt. Inzwischen hat er sich im TETRA-Bereich unter anderem durch Zukauf zum europäischen Marktführer entwickelt und in den letzten Jahren wurde nicht mehr vernommen, dass TETRA oder Tetrapol auch Alarmierungsstrukturen seien.

Wenn also einige Hersteller behauptet haben, Paging sei mit engmaschig aufgebauten Netzen möglich, blieben folgende Fakten zumindest unerwähnt:

  • Das Ergebnis ist immer noch kein Paging, sondern Wireless Messaging mit Nachteilen in Gruppenalarmierung, Stromverbrauch, "guaranteed time of delivery".
  • Engmaschige Netze sind wesentlich teurer als das, was zum Beispiel mit 5.000 Basisstationen erreicht werden kann. Der Faktor für eine Qualität, wie sie heute bereits bei mancher stillen Alarmierung vorliegt, wird auf 2,5 geschätzt. Das heißt, es müssten etwa 12.500 Basisstationen errichtet werden, nur um dieses Versorgungsniveau zu halten.

Fazit: Ziel der Hersteller ist es, möglichst viele Basisstationen und hochpreisige Sprach-/Datenendgeräte zu verkaufen. Deshalb werden die technisch-ökonomischen Zusammenhänge zuweilen "unvollständig" dargestellt. Vom Vertrieb, nicht von den technischen Fachleuten.

2. Ist es nach der Inbetriebnahme des neuen BOS-Digitalfunks zweckmäßig, die Alarmierung über ein Funkgerät mit Konverter anzubinden?

Wir halten diese Lösung für sehr bedenklich. Lösungen, die auf einem so genannten TETRA-Konverter mit Funkgeräten basieren, verbieten sich für den Einsatz in sicherheitsrelevanten Bereichen, da die dafür verwendete Luftschnittstelle eine relativ geringe Verfügbarkeit besitzt. Stand der Technik ist die Anbindung über die Leitstelle, die künftig häufig nicht nur für einen Stadt-/Landkreis zuständig sein wird.

3. Ist es nach der Inbetriebnahme des neuen BOS-Digitalfunks zweckmäßig, die Alarmierung über ein Funkgerät mit Konverter anzubinden?

Wir halten diese Lösung für sehr bedenklich. Lösungen, die auf einem so genannten TETRA-Konverter mit Funkgeräten basieren, verbieten sich für den Einsatz in sicherheitsrelevanten Bereichen, da die dafür verwendete Luftschnittstelle eine relativ geringe Verfügbarkeit besitzt. Stand der Technik ist die Anbindung über die Leitstelle, die künftig häufig nicht nur für einen Stadt-/Landkreis zuständig sein wird.

4. Kann TETRAPOL Paging leisten?

Auch TETRAPOL "kann" kein Paging, sondern nur Wireless Messaging leisten. TETRAPOL muss für eine wettbewerbsfähige Qualität viel dichter aufbauen, als es für die Sprech- und Datenanwendungen sonst der Fall wäre. Um eine Versorgungsqualität zu erreichen, wie sie heute mit Paging teilweise im Saarland und in Baden-Württemberg gegeben ist, müsste ein Vielfaches (Faktor größer 5) der Kosten und der Zeit investiert werden. Für das neue Digitalfunknetz der BOS ist nicht TETRAPOL, sondern TETRA vorgesehen.

5. Aber sind Alarmierungslösungen per Mobilfunktechnik nicht preiswerter?

Mit GSM-Mobilfunktechnik ist keine Alarmierung, bestenfalls eine Benachrichtigung mit nicht garantierten Übertragungszeiten möglich. Ob solche Lösungen preiswert sind, müssen die Nutzer bewerten, wenn jede Benachrichtigung, sogar zur Probe, Gebühren kostet. Auch die Verwendung privater Mobiltelefone ist rechtlich bedenklich. Brandschutz ist kommunale Aufgabe, die nicht mit privaten Geräten sichergestellt werden kann und darf. Die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren und Rettungsdienste kann nicht von privaten Mobiltelefonen abhängig sein.

Öffentliche Mobilfunknetze sind unter extremen Situationen nicht für eine sichere, zeitnahe Benachrichtigung geeignet. Nicht nur der Silvesterabend, auch ein Papstbesuch oder ein WM-Spiel, bei dem alle SMS- und MMS-Nachrichten verschicken wollen, wenn das favorisierte Land ein Tor geschossen hat, beweisen dies. Kurz nach den Londoner Attentaten im Juli 2005 hat der Netzbetreiber eine Erklärung herausgegeben, dass sein GSM-Netz überlastet und nicht nutzbar war. Ein weiteres Ergebnis der Auswertung des Londoner Anschlages: Dort, wo SMS rechtzeitig ankamen, wurden die entsprechenden Bestätigungen nicht oder mit Stunden Verspätung zugestellt. GSM ist also in Hochlastsituationen nicht geeignet, quittierte Alarmierung zu realisieren. Glücklicherweise wurde auch in London in einem Paging-Netz alarmiert und mit TETRA kommuniziert. Auch unter Beachtung der Kostensituationen in Kreisen und Kommunen ist die Nutzung solcher Lösungen unverantwortlich.

6. Ist die Alarmierung auf SMS-Basis eine Alternative?

Nein, SMS-basierte Information kann weder die Erreichbarkeit noch die Zustellzeit gewährleisten. Die Infrastruktur der GSM-Betreiber, darunter auch die so genannten SMSC (die SMS-Server) sind nicht auf den zeitkritischen Betrieb ausgelegt. Gruppenorientierte Alarmierung ist weder in einer Zelle noch über ganz Deutschland möglich. Die mit Alarm-SMS erzielten Umsätze wären derart gering, dass sie nicht zum möglichen Ausbau der Netze genutzt werden könnten.

7. Aussagen von Herstellern stehen denen von e*Message gegenüber, wonach dedizierte Paging-Systeme als Bestandteil eines integrierten BOS-Netzes arbeiten sollten. Wie steht es um die Überprüfbarkeit?

e*Message ist kein Hersteller und verfolgt keine Herstellerinteressen. Die Technologie hat überprüfbare objektive Eigenschaften. Der POCSAG-Pager "schläft" 7/8 der Einsatzzeit und schaut sich nur jedes achte Zeitintervall an (das aber mindestens zwei Mal je Sekunde!). Deshalb ist er im Stromverbrauch ebenso unschlagbar wie das Paging-Netz in den Standorten und in der u. a. auch für Inhouse-Versorgung optimierten Sendeleistung.

8. e*Message schlägt die Integration von Paging und zellularen Technologien (TETRA, TETRAPOL, GSM) in einem "Integrierten Digitalen Sprech- und Datenfunknetz" vor. Wäre das nicht eine deutsche Sonderlösung?

Die Bedingungen in Deutschland sind anders, zum Beispiel durch rund 1,3 Millionen kommunal finanzierte Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren. Trotzdem unterscheidet sich die Herangehensweise hier nicht von der in den Niederlanden und in Belgien mit "gemischten Systemen". In den Niederlanden wird der Paging-Teil voraussichtlich auch durch einen Betreiber-Spezialisten realisiert werden. Was e*Message vorschlägt, ist eine noch stärkere Integration von Paging und zellularen Technologien in Leitstellen und Endgeräten. Hinzu kommt: e*Message ist auch in Frankreich vertreten. Eine Zusammenarbeit mit EADS bei den französischen BOS hat begonnen.

D - Lösungen anderer Länder

1. e*Message schlägt die Integration von Paging und zellularen Technologien (TETRA, TETRAPOL, GSM) in einem "Integrierten Digitalen Sprech- und Datenfunknetz" vor. Wäre das nicht eine deutsche Sonderlösung?

Die Bedingungen in Deutschland sind anders, zum Beispiel durch rund 1,3 Millionen kommunal finanzierte Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren. Trotzdem unterscheidet sich die Herangehensweise hier nicht von der in den Niederlanden und in Belgien mit "gemischten Systemen". In den Niederlanden wird der Paging-Teil voraussichtlich auch durch einen Betreiber-Spezialisten realisiert werden.

Was e*Message vorschlägt, ist eine noch stärkere Integration von Paging und zellularen Technologien in Leitstellen und Endgeräten. Hinzu kommt: e*Message ist auch in Frankreich vertreten. Eine Zusammenarbeit mit EADS bei den französischen BOS hat begonnen.

2. Weshalb haben sich die Niederländer und Belgier zu parallelen, den Digitalfunk ergänzenden Alarmierungsnetzen entschlossen?

Die Anforderungen an das ASTRID-Netz in Belgien und an das C2000-Netz in den Niederlanden sind vergleichbar: Die Funktionalität der Alarmierung muss auch dort, obwohl in wesentlich geringeren Stückzahlen, gewährleistet werden. Um die Einführung von Digitalfunk zu ermöglichen, haben die dortigen Entscheider sich bereits frühzeitig für ein "Integriertes Digitales Sprech-, Daten- und Alarmierungsnetz" entschieden. Unabhängig von der Technik der Infrastrukturhersteller (Niederlande: Motorola; Belgien: Nokia) wurde dies als die praktikabelste Lösung angesehen. Dabei tendieren die Niederländer immer stärker zur Realisierung des Paging-Anteils durch einen spezialisierten Betreiber, der auch heute schon einen nicht geringen Teil der dortigen BOS versorgt.

3. Weshalb haben sich die Niederländer und Belgier zu parallelen, den Digitalfunk ergänzenden Alarmierungsnetzen entschlossen?

Die Anforderungen an das ASTRID-Netz in Belgien und an das C2000-Netz in den Niederlanden sind vergleichbar: Die Funktionalität der Alarmierung muss auch dort, obwohl in wesentlich geringeren Stückzahlen, gewährleistet werden. Um die Einführung von Digitalfunk zu ermöglichen, haben die dortigen Entscheider sich bereits frühzeitig für ein "Integriertes Digitales Sprech-, Daten- und Alarmierungsnetz" entschieden. Unabhängig von der Technik der Infrastrukturhersteller (Niederlande: Motorola; Belgien: Nokia) wurde dies als die praktikabelste Lösung angesehen. Dabei tendieren die Niederländer immer stärker zur Realisierung des Paging-Anteils durch einen spezialisierten Betreiber, der auch heute schon einen nicht geringen Teil der dortigen BOS versorgt.

4. Wird in Finnland über das Bündelfunknetz der dortigen BOS alarmiert?

Nein. Auf dem 1. Nationalen Paging Kongress informierte NOKIA darüber, dass die Alarmierung in Finnland durch ein separates Paging-Netz realisieren werden soll und wird.

5. Wird in Frankreich die Alarmierung durch TETRAPOL oder GSM realisiert?

Weder noch. e*Message France wird in Kooperation mit dem dort im Aufbau befindlichen TETRAPOL-Netz (Fertigstellung dem Vernehmen nach 2008) die Alarmierungsfunktion erproben. e*Message France versorgt bereits heute mehr als ein Drittel aller französischen Departments mit BOS-Alarmierung.

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