Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall

Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall

Spätestens seit der Tsunami-Katastrophe sind effektive Kommunikationswege und –mittel zur Warnung der Bevölkerung wieder verstärkt im Gespräch. Bislang blieb es bei Appellen und mehr oder weniger praktikablen Vorschlägen. Dabei zeigten sowohl das Unglück von Enschede und das Elbe-Hochwasser als auch die Terroranschläge in London, Madrid und New York, dass in diesen Extremsituationen alle Kommunikationsnetze zusammengebrochen sind.

 

Einzige Ausnahme: Paging-Netze. Eingedenk dieser Erfahrungen starteten die European Mobile Messaging Association (EMMA) mit Sitz in Genf und die britische Wireless Messaging Association (WMA) eine europäische Initiative zur Warnung der Bevölkerung („Professional Alerting of Population“ / PAP) mittels Paging (Funkruf).

Bereits seit Januar 2004 verbreitet der Bund offizielle Warninformationen über das zu diesem Zweck exklusiv angeschlossene Netz von e*Message. Den Anstoß dafür lieferte eine Analyse der Zentralstelle für Zivilschutz zu Kommunikationsmitteln im Katastrophenschutz. In der 2001 veröffentlichten Studie heißt es auf Seite 26...

Warnung der Bevölkerung im Katastrophenfall

„So ist z. B. Funkruf nicht in die Vorzugsliste aufgenommen, obwohl er sich bezüglich seiner Funktion o p t i m a l für die persönliche Warnung eignen würde. Die Verbreitung der Funkruf-Empfänger ist jedoch zu gering und wird auch weiterhin gering bleiben.“

 

Zur Änderung dieser Situation schlägt e*Message mehrere Lösungen vor. So kann eine Funkruf-Schnittstelle ganz unkompliziert und ohne nennenswerte Kosten (3 bis 5 Euro) in jedes Mobiltelefon (oder andere Geräte) integriert werden. Es könnte fast ohne Strom auch dann Informationen empfangen, wenn alle Mobiltelefon-Netze ausgefallen sind. Die Software würde dafür sorgen, dass nur wichtige Nachrichten angezeigt und gespeichert werden. Eine Warnung im Katastrophenfall würde die zig Millionen Handy-Besitzer in Deutschland dann unverzüglich erreichen, unabhängig von der Netzabdeckung des jeweiligen Mobiltelefonnetz-Betreibers, von Hochlastzeiten, Funklöchern oder unterbrochener Stromversorgung. Den Beweis lieferte die Hochwasserkatastrophe im Sommer 2002. In diesem Extremfall arbeitete das Netz von e*Message mit seinen exponierten Standorten als einziges völlig störungsfrei.

Umfassende Informationen zum Katastrophenschutz liefert das deutsche Notfallvorsorge-Informationssystem (deNIS) im Internet unter folgender URL: www.denis.bund.de. deNIS ist ein Service des Bundesverwaltungsamtes.

Das Positionspapier des Verbandes Professioneller Mobilfunk e.V.(PmeV) untersucht mobile Kommunikation und zeigt beispielhaft die Krisenanfälligkeit von GSM-Netzen auf. Download

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