Feuerwehren in Deutschland

Rund 1,4 Millionen Mitglieder gehören den Feuerwehren in Deutschland an. Die übergroße Mehrheit arbeitet in Freiwilligen Feuerwehren (1.070.000), die anderen u. a. in Berufsfeuerwehren, Werk- und Betriebsfeuerwehren.

In fast allen Gemeinden existiert eine Freiwillige Feuerwehr, deren Einsatzkräfte von einer Zentrale (Leitstelle) alarmiert werden, die auf Kreis- oder regionaler Ebene eingerichtet ist. In allen Städten ab 100.000 Einwohnern besteht außerdem eine Berufsfeuerwehr. Die Leitstellen werden seit einigen Jahren zusammengelegt und auf eine minimale Zahl konzentriert. Das erfordert die Möglichkeit zur Alarmierung weit über Landkreisgrenzen hinaus.

Nach den in allen Bundesländern geltenden Gesetzen ist in jeder Gemeinde eine den örtlichen Verhältnissen entsprechende Feuerwehr einzurichten und zu unterhalten. Daraus ergibt sich ein dichtes Netz von öffentlichen Feuerwehren mit vielfältigen Aufgaben: Menschenrettung, Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung, Strahlenschutz, Umweltschutz, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, vorbeugender Brandschutz und so weiter.

Endgeräte werden nicht zentral, sondern im Falle der nicht-polizeilichen BOS durch die Kommunen beschafft. Derzeit sind die Feuerwehren mit mehr als 330.000 Meldeempfängern ausgestattet, wobei die Länder Baden-Württemberg, Bayern und Hessen über die meisten verfügen.

Zahlreiche Orte betreiben noch Sirenen, über die rund 16 Prozent der Bevölkerung erreichbar sind. Die Verantwortung für die Sirenen ging 1992 vom Bund auf die Kommunen über, für die deren Wartung teilweise zu teuer wurde. In manchen Fällen wurden separate, nur im entsprechenden Umkreis einsatzfähige private Funkrufsysteme beschafft, auf die der Begriff der „stillen“ Alarmierung zurückgeht.

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