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04.03.2003
Paging ist unverzichtbar
Internationaler Kongress tagte zum Thema BOS-Alarmierung
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Am 15. März soll die „Etatreife“ des geplanten Digitalfunknetzes für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) feststehen, wie Erwin Schmalkoke, Bundesministerium des Innern, auf dem Paging Kongress 2003 in Berlin informierte. Weit über 100 Teilnehmer aus dem In- und Ausland nutzten die Veranstaltung, um in diesem Zusammenhang Möglichkeiten der Alarmierung von Feuerwehren, Rettungs- und Hilfsdiensten zu erörtern.
Alle verlassen sich auf die Feuerwehr, erklärte Albrecht Broemme, Schirmherr des Kongresses und Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes. Aber sie könne nicht wieder mit Sirenen zum Einsatz gerufen werden, die in den meisten Kommunen abgeschafft worden seien, sondern benötige ein Kommunikationsnetz, das ihren Aufgaben entspreche. Paging werde gebraucht, auch für die „stille“ Alarmierung. Feuerwehrmänner aus Saarbrücken, Brandenburg und Rheinland-Pfalz warnten eindringlich davor, die Einsatzstärke künftig aus Kostengründen an die dann eventuell geringere Zahl der Endgeräte anzupassen. Das würde zu Sicherheitsrisiken führen, die niemand verantworten könne.
Die Finanzlage gestatte nur die Realisierung von Mindestanforderungen an das Digitale Sprech- und Datenfunknetz für die BOS, informierte Erwin Schmalkoke vom Bundesministerium des Innern. Dazu gehöre die Handfunkversorgung außerhalb von Gebäuden in städtischen Gebieten und die Fahrzeugfunkversorgung auf dem Lande. Damit könne zumindest außerhalb der großen Städte nicht mit TETRA und Tetrapol alarmiert werden, schlussfolgerten zahlreiche Kongressteilnehmer in ihren Wortmeldungen. Die Kooperation zwischen Paging-Technologie und TETRA bietet eine Lösung des Problems, wie Tero Pesonen, Technical System Manager bei Nokia, über Finnland, Belgien und die Niederlande berichtete. „In großen Ländern kann eine Mischung von Lösungen das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bringen.“
Reiner Sutter, Manager bei All Wireless (jetzt Swissphone Wireless), verwies auf Erfahrungen in der Schweiz. Dort werden 80 % der Feuerwehren über das All-Wireless-Netz – einem öffentlichen Paging-Netz mit speziellen BOS- und Sicherheitsfunktionen – versorgt.
e*Message demonstriert Gateway-Lösung auf der CeBIT 2003
Ein auf TETRA basierendes Modell präsentierte Gerhard-Rüdiger Seibert, Account Director T-Systems, auf dem Kongress. T-Systems und e*Message werden auf der CeBIT 2003 eine Gateway-Lösung zwischen TETRA und landesweitem Paging-Netz demonstrieren. Über das Netz von e*Message können Feuerwehren, Rettungs- und Hilfsdienste schon heute ihre Einsatzkräfte schnell, sicher und kostengünstig alarmieren. „e*Message verfügt über die erforderliche Infrastruktur mit der höchsten Flächendeckung in Deutschland“, so Dr. Dietmar Gollnick, Vorsitzender der Geschäftsführung. „Wer heute sicher gehen will, bucht mit 120-Euro-Endgräten bei e*Message ein. Wenn die hier von DeTeWe vorgestellten Dual-Mode-Pager verfügbar sind, kann dann frei entschieden werden, wie viele Teilnehmer unter Rückerstattung des Restwertes ihren 120-Euro-Pager gegen ein DeTeWe-Gerät mit POCSAG-Abo umwandeln. Dieses Angebot gilt, sofern DeTeWe es unterstützt, was ich glaube.“
Eine lebhafte Podiumsdiskussion beschloss den Paging Kongress 2003 vom 17. Februar. Einhelliger Tenor: Alarmierung ist auch für die Mehrheit der deutschen BOS – über eine Million Mitglieder Freiwilliger Feuerwehren sowie Rettungs- und Hilfsdienste – unverzichtbar. Das Gespräch über deren Realisierbarkeit trotz knapper Haushaltskassen soll künftig in einer „Nutzergruppe Paging der BOS“ fortgesetzt werden.
Die Vorträge können unter der E-Mail-Adresse bos@emessage.de angefordert werden.
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