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Paging: Von den Anfängen bis zur Gegenwart
Der Begriff "Paging" leitet sich von Hotel-Pagen ("Bell Boys") her, die einst die Hotelgäste mit einem akustischen Signal, etwa einem Gong, auf für sie eingegangene Nachrichten aufmerksam gemacht haben. "Pageboy I", der erste mit heutigen Geräten vergleichbare Pager, wurde 1974 auf den Markt gebracht. Bereits 1980 nutzten 3,2 Millionen Menschen weltweit einen Pager, 1990 waren es 22 Millionen, 1994 hatte sich die Anzahl fast verdreifacht. Diese Entwicklung basierte zum einen auf den besonderen Stärken von Paging sowie der erheblichen Verbesserung des Leistungsumfanges (alphanumerische bzw. Textnachrichten) und zum anderen auf der sich stark wandelnden Nutzung von Pagern. So wurden sie in den USA zum Beispiel hauptsächlich verwendet, um den "incomming caller" anzuzeigen und dann zu entscheiden, ob man das vom Empfänger zu zahlende Gespräch auf dem Mobiltelefon annimmt oder nicht.
Mit Namensänderungen und so genannten "Two-Way-Lösungen" versuchte man Ende der 90''er Jahre in den USA und in anderen Staaten, den Massenmarkt zu erhalten. Die Bestrebungen waren nicht erfolgreich, weil die differenzierenden Eigenschaften der Paging-Technologie dem entgegenlaufen: preiswerte, sichere und kraftvolle Versorgung von großflächigen Gebieten; besondere Vorteile bei der gleichzeitigen Alarmierung vieler Adressaten mit nur einer Rufaussendung ("Punkt-zu-Multipunkt"); geringere Differenzierung im Two-Way-Bereich und bei der Benachrichtigung einzelner Personen ("Punkt-zu-Punkt").
So empfangen seit dem Frühjahr 2007 weit über eine Million Haushalte in Deutschland und Frankreich auf ihren Funkwetterstationen dynamisch aktualisierte Wetterinformationen über die landesweiten Paging-Netze von e*Message. Ein gerade entwickeltes e*Warnmodul (e*WM) eröffnet darüber hinaus völlig neue Perspektiven für die effektive Warnung der Bevölkerung vor Unwettern, bei Großschadenslagen oder in Katastrophensituationen. Wird das e*Warnmodul zum Beispiel in Rauchwarnmelder integriert, können die betroffenen Bürger auch nachts und auf die Straße genau gewarnt werden. Denkbar ist die Integration aber auch in völlig andere elektronische "Wirtsgeräte", die damit einen Doppelnutzen erhalten. |